Märchenprinz

Eingesperrt stehe ich hier
Warte auf den Märchenprinzen, der mich rettet
Warte auf die Sonne, die in mein Auge scheint
Doch niemand kommt
Niemand
 
Draußen höre ich sie reden
Über mich reden
Sie geben mir die Schuld
Weil er gestorben ist
Weil sie nicht mehr wissen, wohin
 
Eingeschlossen liege ich hier
Warte auf den Richter, der mich vorführt
Warte auf den Mond, der mich erlöst
Doch niemand kommt
Niemand
 
Draußen höre ich sie schimpfen
Über mich schimpfen
Sie geben mir die Schuld
Weil er gegangen ist
Weil sie nicht mehr wissen, wieso
 
Abgeschottet sitze ich hier
Warte auf einen guten Gedanken, der mich tröstet
Warte auf die Hoffnung, die durch meinen Körper leuchtet
Und sie kommt
 
Draußen höre ich ihn flüstern
Über mich flüstern
Den Märchenprinzen
Er sagt, dass irgendwann alles gut wird
Weil ich keine Mörderin bin
Sondern nur einsam
Und eingesperrt.
 
 

Wunschlos glücklich: Wie du das „Gesetz der Anziehung“ für dich nutzen kannst

Gleich vorne weg: Ja, ich bin glücklich. Trotzdem nicht wunschlos. Denn irgendwas fällt mir immer ein: vielleicht doch Hausbau statt Mietwohnung? Oder Kombi statt Golf? Die Nachbarn machen’s ja vor. Im Grunde genommen liegt es in unserer Natur, dass wir nie komplett zufrieden sind. Es geht immer besser, schöner, teurer. Das Resonanzgesetz, auch bekannt als das „Gesetz der Anziehung“ verspricht, dass man alles im Leben bekommt. Das eigene Haus. Oder eben den nagelneuen Kombi. Warum das aber nur zum Teil stimmt und wie man auch ohne diese Dinge glücklich wird, verrate ich dir in diesem Blogbeitrag.

„Resonanzgesetz“ – Was ist das überhaupt?

Was mit dem Buch „The Secret“ (deutsch: „Das Geheimnis“) begonnen hat, ist im Jahr 2021 bereits zum Internet-Hype geworden. Influencer, Promis und andere Superreiche posten regelmäßig Beiträge, die den Kern des Resonanzgesetzes wiedergeben, nämlich: Du kannst deine Träume wahr werden lassen, wenn du es nur stark genug willst.

Denn das Gesetz der Anziehung besagt, dass Gleiches Gleiches anzieht. Man zieht das in sein Leben, worüber man häufig nachdenkt. Bedeutet übersetzt: Wenn du ständig an Geld denkst, wird dir das Geld irgendwann nur so zufliegen. Im Wesentlichen steckt dahinter die Annahme, dass das Universum unsere Gedanken und Gefühle anerkennt und sich entsprechend danach ausrichtet.

“Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.”

Buddha

„Sie erschaffen mit der Zeit Ihr eigenes Universum.“

Winston Churchill

Ok, so weit die Theorie. Aber wo bleibt es, das liebe Geld? Wir alle denken ständig daran, doch nur die wenigsten Menschen sind so reich, dass sie ein luxuriöses Leben führen können. Ist das Gesetz der Anziehung also nur erfundener Schwachsinn?

Absolut nicht, sage ich. Dieses Gesetz existiert meiner Meinung nach und funktioniert im Grunde genommen wie alle anderen Naturgesetze auch. Wir Menschen sind schon lange in der Lage, die Naturgesetze für unsere Zwecke zu nutzen. Wir erzeugen Strom. Wir sind mobil. Und: wir ziehen das in unser Leben, worüber wir am häufigsten nachdenken. Nur reichen Gedanken alleine nicht aus. Glücklich zu sein ist eine Einstellung.

Das Universum (so die Theorie) reagiert nicht nur auf die Frequenzen unserer Gedanken, sondern insbesondere auf unsere Emotionen. So ziehen positive Gefühle noch mehr positive Gefühle an. Andersherum funktioniert das natürlich genauso. Bist du also pessimistisch eingestellt und steigst morgens mit einem schlechtem Gefühl aus dem Bett, wird sich diese Einstellung durch deinen kompletten Tag ziehen. Du machst vielleicht schlechte Erfahrungen im Job oder wirst von der Kassiererin im Supermarkt unfreundlich behandelt. All das ist ein Spiegel deiner eigenen Frequenz, die du Minute für Minute und Sekunde für Sekunde in die Welt sendest.

Wenn du also glücklich werden möchtest, dann beginne bei dir selbst. Stelle dich vor den Spiegel und starte mit einem Lächeln in den Tag. Zähle Dinge auf, für die du dankbar sein kannst. Ein warmes Bett, ein voller Kühlschrank oder eine Familie, die dich unterstützt. Denn Dankbarkeit ist der wichtigste Schlüssel zum Glück.

Herzenswünsche können wahr werden

Und was ist jetzt mit all dem Geld? Ganz einfach! Träume können selbstverständlich wahr werden. Und das Gesetz der Anziehung hilft dir dabei. Aber: Wünsche immer aus einer reinen Dankbarkeit heraus, nicht aus einem Mangel. Denn ein Mangelzustand zieht wieder negative Gedanken und Gefühle an. Bedanke dich für alles, was du hast. Erkenne, wie reich du schon bist. Folglich wirst du noch mehr Dinge in dein Leben holen, die dich glücklich und reich machen. Und das kann – aber muss nicht unbedingt -Geld sein. Im Wesentlichen kannst du alles haben, was du möchtest. Pass nur auf, dass du dich nicht im Wünschen verlierst. Sondern konzentriere dich auf deine Herzenswünsche (also alles, wonach sich dein Herz sehnt). Egal ob das dein Traumjob, eine Partnerschaft oder ein Eigenheim ist. Herzenswünsche erfüllen sich mit Hilfe des Resonanzgesetzes nämlich immer. Wenn dir zu deinem Glück also eine Partnerschaft fehlt, dann gehe in dich und sage dir: „Ich bin glücklich und dankbar für mein Leben. Ich bin umgeben von Liebe. Und ich wäre noch glücklicher, wenn ich diese Liebe mit Jemandem teilen dürfte.“ Wenn du dir stattdessen andauernd sagst, dass du einsam und ungeliebt bist, dann wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit weiterhin einsam bleiben. Vergegenwärtige deshalb alle positiven Gefühle, die eine Partnerschaft bei dir auslösen würde. Denke an die schönen Dinge, die ihr zu zweit erleben werdet. Und dann hab Vertrauen. In das Universum. Den Prozess. Und in dein Leben. So – ja nur so – erschaffst du dir deine eigene, glückliche Zukunft.

“Imagination ist alles. Sie ist die Vorschau auf die künftigen Attraktionen des Lebens.”

albert Einstein

Vier Filmklassiker, die die Welt ein bisschen besser machen

Um euch auch in den nächsten beiden Lockdown-Wochen gut zu unterhalten, habe ich eine Liste meiner liebsten Filmklassiker erstellt. Von den nachfolgenden Geschichten können wir einiges über die großen Fragen unseres Lebens lernen. Welche das sind, verrate ich jeweils nach der Inhaltsbeschreibung. Diese habe ich von movieplot.de übernommen (im Titel verlinkt). Viel Spaß!

Soul (Animationsfilm)

„Joe Gardner ist Jazz-Musiker. Er arbeitet als Musiklehrer, träumt aber davon eines Tages in einem berühmten New Yorker Jazz-Club aufzutreten. All die Jahre hat es nicht geklappt, doch als er endlich seine Chance erhält, hat er einen unglücklichen Unfall. Joe findet sich daraufhin unvermittelt (und fälschlicherweise) im kosmischen „Du-Seminar“ wieder, wo Seelen für ihr Leben auf der Erde ausgebildet werden. Hier lernt jeder Teilnehmer, was ihn als Persönlichkeit zu etwas Besonderem macht. Hier muss Joe sich den ganz großen Fragen stellen: Warum bin ich? Woher komme ich? Und zu welchem Zweck bin ich hier?“

Was wir davon lernen: Wir alle fragen uns früher oder später, was der Sinn unseres Daseins ist. Warum gibt es mich? Wo komme ich her, wo gehe ich (nach dem Tod) hin? Die Reise des Joe Gardner zeigt uns, wie wir trotz -oder vielleicht gerade aufgrund- dieser drängenden Fragen ein glückliches und erfülltes Leben führen können.

Alles steht Kopf (Animationsfilm)

„Die elfjährige Riley ist eigentlich ein ganz normales kleines Mädchen. Sie lebt glücklich in einer ländlichen Gegend von Minnesota. Eines Tages muss sie ihre geliebte Heimat allerdings verlassen und zieht mit ihren Eltern nach San Francisco. Riley ist über ihren Umzug so unglücklich, dass sie ihre Emotionen nicht mehr kontrollieren kann. Sie entwickeln in ihr ein Eigenleben, sehr zum Erstaunen ihrer Eltern. Fortan versuchen Wut, Ekel, Angst, Traurigkeit und Freude gemeinsam, das Leben von Riley wieder ins Gleichgewicht zu bringen, damit sie auch in ihrer neuen Heimat endlich Freunde finden kann.“

Was wir davon lernen: Emotionen sind okay. Nein, sogar notwendig für uns. Und sie funktionieren nur gemeinsam. Also müssen wir sie zulassen und nach außen tragen.

Das Leben der anderen

„1984, Ostberlin: Das Leben der Anderen ist für Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler nur bezüglich einer Frage interessant: Handelt es sich um Feinde des Staates? Wiesler ist ein linientreuer Abhörexperte, dem die Arbeit zum einzigen Lebensinhalt geworden ist. Als er (…) auf den Theaterstar Christa-Maria Sieland und ihren Lebensgefährten, den Dramatiker Georg Dreyman, angesetzt wird, scheint der Ausgang klar. Lassen sich die beiden irgendetwas zu Schulden kommen, wird Wiesler dies herausfinden und sie ‘zur Strecke bringen’. Doch der einsame Stasi-Beamte ist fasziniert von dem Leben der freigeistigen Intellektuellen. Immer mehr in einen Strudel aus Angst, Intrigen und Geheimnisse gezogen, muss sich Wiesler fragen, was für ihn wichtiger ist: der Staat oder das Leben der Anderen, das jetzt durchaus sein eigenes ist.“

Was wir davon lernen: Wir alle befolgen Regeln und führen Aufgaben aus. Trotzdem treffen wir eigene Entscheidungen. Bewerten zwischen gut und böse oder richtig und falsch. Und auch, wenn uns das Böse manchmal zu erdrücken droht: am Ende gewinnt das Gute. Immer.

Wer früher stirbt ist länger tot

„Der elfjährige Sebastian Schneider lebt mit seinem großen Bruder Franz und seinem Vater Lorenz, dem Inhaber der Gaststätte Kandler und deshalb der Kandlerwirt genannt, in dem oberbayerischen Dorf Germringen. Eines Tages erfährt er von seinem Bruder, dass seine Mutter nicht, wie zunächst angenommen, bei einem Verkehrsunfall gestorben ist, sondern bei der Geburt von Sebastian. Von den Vorwürfen seines Bruders in Angst versetzt, redet sich Sebastian ein, seine Mutter ermordet zu haben. Da er als Lausbub zuvor auch schon etliche Sünden begangen hat, denkt er, dass er nach seinem Tod ins Fegefeuer kommt. Der Junge nimmt sich vor, sich von den Sünden reinzuwaschen und ist bereit, dafür alles zu tun. (…)“

Was wir davon lernen: Schuld und Unschuld beschäftigen uns Menschen ständig auf’s Neue. Weil wir alle Fehler machen. Trotzdem gibt es Dinge in unserem Leben, die wir nicht selbst in der Hand haben. Für die wir nicht verantwortlich gemacht werden können, aber mit denen wir auskommen müssen. Jeden Tag. Das zu akzeptieren gilt als eine große Aufgabe unseres Lebens.

So jung sind wir nie mehr!

Und plötzlich war er da. BAM! Der Moment, in dem mir klar wurde, dass meine Jugend vorbei ist. (Naja, zumindest die Zeit als Teenager. Jung bin ich ja trotzdem noch.) Aber jetzt bin ich halt auch erwachsen. So richtig, meine ich.

Klar wurde mir das, als ich an einem herbstlichen Nachmittag durch den Wald stapfte. Vor mir der rollende Kinderwagen, samt schlafendem Baby, und in den Ohren der neue Song von Justin Bieber. Ok, das passt im ersten Moment nicht zusammen. Warte ab.

Denn während ich so vor mich hinlief und heimlich den Track mit summte, viel mir auf, dass ich schon lange in keinem Club mehr gewesen war. Daran war auch nicht Corona Schuld. Oder mein Kind. Im Gegenteil. Ich habe schlicht und ergreifend keinen Bock mehr darauf. Und gebe mein Geld mittlerweile lieber für andere Dinge aus. Wichtigere Dinge. Socken aus Bio-Baumwolle, zum Beispiel. Oder histaminarme Schokolade.

Trotzdem war ich in diesem Moment der Selbsterkenntnis etwas wehleidig. Wo ist sie nur geblieben? Die Jacqueline, die abends unbedingt unter Leute wollte. Die wie selbstverständlich grünen Wackel-Wodka probieren musste. Wo ist sie? Wo? Ist ja nicht so, als hätte sich dieser Stimmungswechsel schon vor Jahren angekündigt. Schließlich weiß ich schon länger, wie man die perfekte Gemüsesuppe kocht oder warum Spülmaschinen Salz benötigen.

Ich glaube, ich habe mein altes Ich bereits vor einigen Jahren verloren. Weit vor der Geburt meiner Tochter. Irgendwo zwischen Uni-Kursen und der fünften Staffel von Game of Thrones. Denn genau das ist es, was ich inzwischen will! Worauf ich Wert lege. Anstatt mir in der Disko die Füße wund zu tanzen, möchte ich lieber ein anregendes Gespräch über Ressourcenknappheit führen, während ich stinkenden Käse futtere. Oder ich möchte einfach allein sein. Auf dem Sofa. Und das ist auch okay so, denke ich. Schließlich entwickelt man sich mit den Jahren weiter. Jeder. Wir alle.

Dennoch muss ich schmunzeln, wenn ich an meine Jugend zurück denke. War doch irgendwie trotzdem schön. Nachts. Am Dönerstand. Oder im vollen Bus. Zwischen aufgedrehten Halbwüchsigen und genervten Schichtarbeitern. Hach, noch einmal Teenager sein…

Vielleicht besser nicht.

Die Nacht, mein Baby und ich

„Wer schreitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist die Mutter mit ihrem Kinderwagen-Kind!“ So oder so ähnlich lauten die Zeilen, die Goethe 1782 einfühlsam zu Papier gebracht hat. Ok, Spaß beiseite. Das habe ich mir natürlich ausgedacht. Während ich hier sitze. Wach. Nachts um vier. Müde. Hundemüde sogar, um genau zu sein. Aber mein Baby halt nicht. 

Seit etwa 170 Tagen bin ich immer dann wach, wenn andere schlafen. Manchmal nur für zwanzig Minuten. Aber eben auch mal für mehrere Stunden. Dann laufe ich, mal geduldig und mal genervt, mit meiner Tochter in der Trage auf und ab. Oder gehe mit ihr raus. In die Dunkelheit. Weil ab und zu nichts anderes hilft, um das schreiende Kind zu beruhigen. Weil es Nächte gibt, in denen Milch, Schnuller und Kuscheltiere eben nicht ausreichen. Und deshalb weiß ich, dass die Welt nachts eine andere ist. 

Denn in der Nacht ist die Welt friedlich. Friedlich, weil kaum Autos fahren. Friedlich, weil außer dem Baby nichts zu hören ist. Und friedlich, weil die meisten Menschen endlich zur Ruhe kommen. Keine E-Mails schreiben oder Termine vereinbaren müssen. Keine Diskussionen führen oder Beschwerden einreichen können. Deshalb steht die Welt still. Für fünf, sechs Stunden. Bevor die Sonne aufgeht und ein neuer Tag anbricht. Ein Tag voller E-Mails, Diskussionen und Beschwerde-Briefen. Denn Nachts schlafen alle. Naja, bis auf manche Eltern eben.

Genau deshalb genieße ich diese nächtlichen Momente. Sie gehören nur uns. Meinem Baby und mir. Und auch, wenn mir nach einer anstrengenden Nacht die Augenringe bis zu den Kniekehlen hängen, werde ich es vermissen. Irgendwann. Sobald sie durchschläft. Wenn uns dann nur die Tage bleiben. Und ich zwischen Kindertränen, Wäschebergen und kochendem Nudelwasser hin und her rennen muss. Tausend Sachen managen muss. Mich aufteilen muss. Es ist und bleibt also die Nacht, die ihren stillen, aber zauberhaften Schleier über alles legt. Es ist die Nacht, die nicht nachfragt, wann das Essen fertig ist oder wann der nächste Zahnarzt-Besuch fällig wird. Das alles ist der Nacht egal. Vielleicht hat Goethe das geahnt. Damals, 1782.

Zehn Fragen an eine Hexe

Hexen. Bis ins 18. Jahrhundert galten sie als böse, intrigant und gefährlich. Wurden gefoltert, ja sogar getötet. Anders heute. Von der Filmbranche werden sie gefeiert und junge Fans füllen immer wieder ganze Kinosäle. Doch gibt es Hexen tatsächlich? Und wenn ja, können sie zaubern? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich mit Alice (23) gesprochen, die sich selbst als Wicca bezeichnet. Sie gehört damit einer modernen Bewegung an, die auch als Religion der Hexen bekannt ist. Da ich mich für diese religiöse Strömung interessiere, habe ich genauer nachgefragt…

Was kann ich mir unter der Religion „Wicca“ vorstellen?

Wicca ist eine neuheidnische Bewegung. Das heißt, dass Teile alter heidnischer Religionen modern interpretiert und ausgelebt werden. Da Wicca relativ jung ist und eher ein Konzept der Lebenseinstellung darstellt, gibt es viele verschiedene Strömungen. Zwar existieren übereinstimmende Punkte, wie z.B. Feiertage, dennoch gibt es unterschiedliche Glaubensvorstellungen und Traditionen. Am wichtigsten für alle Wicca ist aber die eigene Spiritualität.

Wie wird man eine Wicca? Kann das jeder, oder braucht es spezielle Fähigkeiten?

Fähigkeiten braucht es keine. Jedoch sollten gewisse Glaubens- und Moralvorstellungen vorhanden sein. Diese werden allesamt vorgegeben. Karma und Wiedergeburt sind an dieser Stelle zwei Beispiele. Außerdem verehren wir die Natur und ihre allumfassenden Kräfte. Wer also die Erde und seine Lebewesen nicht wertschätzt, passt nicht zu uns. Ansonsten kann jeder Wicca werden, der es möchte. Das bedeutet jedoch einen Weg zu beschreiten, der vor allem die persönliche Entwicklung betrifft.

Dürfen sich Männer ebenfalls der Bewegung anschließen?

Natürlich. Genau genommen bedeutet der Begriff Wicca sogar Hexer oder Zauberer. Im Endeffekt spielen Alter, Geschlecht und Herkunft aber keine Rolle.

Würdest du dich selbst als Hexe bezeichnen?

Der Begriff Hexe wird immer noch fehlinterpretiert. Viele verbinden damit Hexen und Zauberer aus Filmen, wie etwa Harry Potter oder Sabrina. Deshalb werde ich selten ernst genommen, wenn ich mich als Hexe bezeichne. Ich persönlich bevorzuge den Begriff Wicca oder sage schlichtweg, dass ich einem heidnischen Glauben angehöre, wenn ich gefragt werde.

Dann denkst du also nicht, dass Hexen von den Medien realistisch dargestellt werden?

Absolut nicht. Die Darstellung von Hexen im Fernsehen ist fantasievoll und überzogen. Eine realistische Abbildung gibt es nur selten. Der Film Hexenclub erinnert zwar stark an Wicca, nimmt sich zugunsten der Unterhaltung allerdings zu viele Freiheiten. Die Netflix-Serie Chilling Adventures of Sabrina greift ebenfalls einige Wicca Elemente auf. Aber auch hier ist die Darstellung immer wieder unrealistisch.

Schaust du dir solche Filme trotzdem an?

Ja, super gerne sogar. Sie helfen nur leider nicht dabei, dass Dritte uns Wicca, beziehungsweise Hexen im Allgemeinen, besser verstehen können.

In den genannten Filmen spielt Magie eine wichtige Rolle. Kannst du denn zaubern oder mit übernatürlichen Wesen kommunizieren?

Die Magie der Wicca funktioniert nicht wie im Film. Es gibt keinen Zauberspruch, den man aufsagt und dann hat man plötzlich viel Geld auf dem Konto oder eine neue Haarfarbe. Zaubern ist vielmehr vergleichbar mit einem Gebet. Rituale und Meditation sollen als Hilfsmittel dazu dienen, Ziele durch positive Energie zu verfolgen und so uns selbst und anderen zu helfen. Wichtig dabei ist, dass wir unsere Gedanken fokussieren und mit den Göttern sowie der Natur in Verbindung treten. Die Kommunikation mit übernatürlichen Wesen ist ebenfalls Teil vieler Wicca Traditionen und schließt Geister sowie Engel mit ein. Ob man mit ihnen kommunizieren kann, hängt am Ende von der eigenen Einstellung und dem Willen des Wesens, mit dir in Verbindung zu treten, ab. 

Bald ist Halloween. Hat das Fest für Hexen eine besondere Bedeutung?

Alle Feiertage richten sich nach dem mythologischen Jahr und speziellen Ereignissen der Natur. Zum Beispiel Jahreszeiten oder Sonnenwenden. Halloween (auch genannt Samhain) ist der Tag, an dem die Schwelle zwischen den Welten am geringsten ist. Sie markiert das Ende des Herbstes und den Beginn des Winters. Samhain ist das Totenfest der Wicca, weshalb man an diesem Tag den Verstorbenen gedenkt. In meiner Tradition, die sich an der griechischen Mythologie orientiert, steht Samhain mit der Entführung von Persephone in Verbindung. Persephone kehrt in die Unterwelt zurück, und vor Trauer leitet ihre Mutter den Winter ein.

Gibt es bestimmte Rituale, die du an diesem Tag vollziehst?

Wir Hexen gestalten an Halloween einen ganz besonderen Altar. Mit Fotos von Verstorbenen. Kerzen. Und Kürbissen. Ich persönlich schmücke den Tisch außerdem mit Gegenständen, die von Bäumen gefallen sind.

Okay, eine letzte Frage noch: Gibt es auch Hexen, die nicht der Wicca-Bewegung angehören? Falls ja, was unterscheidet euch?

Alle Wicca sind Hexen. Aber nicht alle Hexen sind Wicca. Was uns unterscheidet, spielt in erster Linie keine Rolle. Wichtiger ist vielmehr, was wir gemeinsam haben. Und das ist unsere tiefe Verbindung zu den geheimnisvollen Kräften des Universums.

Diese drei Dinge möchte ich unbedingt tun

Jeder Mensch hat einen Traum. Oder gleich mehrere. Ein Flug mit dem Heißluftballon, ein Meet and Greet mit Johnny Depp oder vielleicht ein eigenes Motorrad. Auch ich habe solche Wünsche, die ich mir in den nächsten Jahren unbedingt erfüllen möchte. Welche das sind, lest ihr hier.

Wie in der Vergangenheit leben

Schon immer träume ich davon, für ein paar Tage so zu leben, wie es die Menschen vor vielen Generationen getan haben. Ohne Strom oder fließend Wasser. Nur mit den nötigsten Gegenständen und einfachsten Gewändern. Ich würde in einer Waldhütte hausen und tagsüber Kräuter sammeln. Abends wird dann auf offenem Feuer gekocht.

Nun kann man sich die Frage stellen, warum sich das jemand freiwillig antun will. Die Antwort ist eigentlich ganz simpel und mit zwei Gründen schnell gegeben. Denn zum einen liebe ich historische Romane und würde das Leben der Protagonisten gerne nachempfinden. Zum anderen leben wir in einer Welt, die mich mit ihrer Fülle an Reizen manchmal überfordert. Alle sind im Stress, checken Mails im Minutentakt oder rennen von einem Termin zum nächsten. Deshalb wäre es schön, für eine Weile auszubrechen und das Leben in seiner ursprünglichsten Form zu genießen. An einer Feuerstelle, mitten in der Natur.

Bei „Das perfekte Dinner“ mitkochen

Ich gebe zu, dass ich nicht die beste Köchin bin. Manchmal fehlt Salz, meistens aber haue ich zu viel in die Suppe. Trotzdem Mittelklasse, würde ich sagen. Nichtsdestotrotz schaue ich unfassbar gerne das perfekte Dinner auf Vox. Jeden abend um Punkt sieben Uhr. Denn ich finde nicht nur die Menü-Kreationen der Kandidatinnen und Kandidaten super spannend, sondern auch deren Wohnsituation.

Irgendwann möchte ich Teil der Sendung sein und beweisen, dass auch Freizeitköche der Mittelklasse etwas reißen können, wenn sie sich genug anstrengen. Mein Drei-Gänge-Menü steht übrigens schon und sieht in meinem Kopf unfassbar lecker aus. Verraten werde ich es euch aber nicht. Vielleicht klappt’s ja schon bald mit dem großen Kochauftritt.

Durch Schottland reisen

Mein letzter Punkt auf der „Bucket-List“ ist mittlerweile fast zum Mainstream geworden, trotzdem führe ich ihn an dieser Stelle auf. Zu gerne würde ich mir einen Mietwagen schnappen und durch die schottischen Highlands reisen. Entdecken kann man dort wunderschöne Landschaften, mystische Orte und ganz viel Herzlichkeit.

Wann ich mir diesen Wunsch erfüllen werde, ist noch unklar. Denn für eine Schottland-Rundreise braucht es nicht nur ein großzügiges Budget, sondern auch eine ordentliche Planung im Voraus. Unternehmen wollen wir diese Reise gemeinsam als kleine Familie, weshalb wir vorher noch klären müssen, wie wir ein solches Abenteuer für unsere Tochter spannend und angenehm gestalten können.

Noch sind diese drei Dinge Zukunftsmusik. Aber bald schon möchte ich mir zumindest einen Wunsch davon erfüllen. Wenn es so weit ist, erfahrt ihr es auf meinem Blog.

Und plötzlich war alles anders…

Es beginnt mit einem Schrei. Ein Schrei, der dein Leben für immer verändert. Alles umkrempelt und auf den Kopf stellt. Denn ab diesem Schrei wird nichts mehr so sein wie es vorher war. Und doch wird alles schöner werden. Sinnvoller. Liebevoller. Glücklicher. Es ist der erste Schrei deines Babys.

Hallo, neues Leben!

Als wir drei Tage nach der Entbindung unserer Tochter die Geburtsklinik verließen, hatte ich keinen Schimmer, was auf uns zukommen würde. Schlaflose Nächte, körperliche Beschwerden und ein Baby, das manchmal nicht aufhören wollte zu schreien. Zwar hatte ich mir all diese Dinge bereits im Vorfeld ausgemalt, in der Realität trafen sie mich dann aber doch härter als geahnt. Glücklicherweise konnte ich von Anfang an auf die Unterstützung unserer Familie zählen und auch mein Mann war mir im Wochenbett eine wahnsinnige Hilfe. Doch als hätten wir mit einem Neugeborenen nicht schon genug um die Ohren, mussten wir etwa vier Wochen nach der Geburt eine weitere Herausforderung meistern: unseren Umzug in eine neue Wohnung.

Kann das gutgehen? Oder endet der Umzug vielleicht in einer Vollkatastrophe? Denn wie soll man eine Küche planen, wenn man keinen klaren Gedanken fassen kann, weil man in der Nacht zuvor nur vier Stunden geschlafen hat? Oder wann soll man passende Wandfarbe aussuchen, wenn man nicht einmal Zeit hat, um in Ruhe Mittag zu essen?

Tja, so genau weiß ich das auch nicht. Was ich aber weiß, ist, dass wir es geschafft haben. Irgendwie. Denn die Küche ist fertig. Ebenso die Wandfarbe. Und auch alle anderen Möbel stehen da, wo sie hingehören. Auch hier Dank der Hilfe von Freunden und Familie, versteht sich. Denn ohne unsere fleißigen Helferleins würden wir vermutlich immer noch in der kleinen 2-Zimmer-Wohnung hocken und Kisten packen. Noch einmal müssen wir diese Herausforderung aber nicht annehmen. Denn Wochenbett und Umzug: das wuppt man nicht schnell so nebenbei.

Wir sind angekommen

So. Da sind wir nun, in unserem neuen Leben. Plötzlich zu dritt. Plötzlich in neuer Umgebung. Zugegeben, das war am Anfang eine wahnsinnige Umstellung. Vorher der unabhängige „Ich-gucke-den-ganzen-Tag-Netflix-Alltag“ in der gemütlichen Studentenbude. Jetzt der verantwortungsvolle „Ich-wechsle-den-ganzen-Tag-Windeln-Alltag“ in der Familienburg.

Aber hey, besser könnte es nicht sein. Denn wir sind glücklich. Glücklich mit den Windelbergen. Und den ganzen Netflix-Serien, die wir verpassen. Wir sind glücklich mit der Küche. Und den Wandfarben, die wir in Windeseile ausgesucht haben. Wir sind glücklich mit uns. Wir sind angekommen.

Das sind meine Comedy-Geheimtipps auf Netflix

Nach einem langen Tag im Büro oder auf der Baustelle, wollen es sich die meisten von uns vor der Glotze gemütlich machen und für ein paar Stunden den Alltag vergessen. Am besten gelingt das mit einer guten Sitcom. Auf der Streaming Plattform Netflix finden wir eine Menge guter Formate. Aber mal ehrlich: The Big Bang Theory, Modern Family oder Brooklyn99 kennen wir längst auswendig. Deshalb stelle ich euch heute drei meiner liebsten Comedy-Geheimtipps vor und verspreche, das für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Space Force

Der U.S. General Mark Naird wird damit beauftragt, endlich wieder Menschen auf den Mond fliegen zu lassen. Dabei wird er unterstützt von seinem wissenschaftlichen Berater Dr. Adrian Mallory. Die Mission der beiden geht aber nur schleppend voran, da die neugegründete „Space Force“ weder über ausgebildete Astronauten, noch über professionelle Ausrüstung verfügt. Der Präsident der Vereinigten Staaten drängt jedoch auf Erfolge und so tun die beiden alles Menschenmögliche, um endlich wieder eine Mondlandung vermelden zu können.

Community

Der ehemalige Anwalt Jeff Winger holt am Community College in Greendale seinen Abschluss nach, da er diesen gefälscht und deshalb seine Zulassung verloren hat. Auf dem College gründet er eine Spanisch-Lerngruppe, um der attraktiven Britta aus seinem Kurs näher zu kommen und Zeit mit ihr verbringen zu können. Der Gruppe schließen sich (gegen Jeffs Willen) weitere Studentinnen und Studenten an, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine fromme Katholikin, ein typischen Nerd und sogar ein Rentner: alle möglichen Persönlichkeiten sind auf dem Community College vertreten. Die Clique wächst mit der Zeit eng zusammen und treibt auf dem Campus jede Menge Unsinn.

Workin‘ Moms

Mit einer Gruppe geht es gleich weiter, denn die vier Mütter Kate, Anne, Jenny und Frankie lernen sich nach der Geburt ihrer Babys in einer Krabbelgruppe kennen. Alle verbindet, dass sie nach Ablauf ihrer achtmonatigen Elternzeit wieder arbeiten gehen wollen. Schnell stellen die Vier jedoch fest, dass Familienleben und Arbeitsalltag manchmal nur schwer unter einen Hut zu bekommen sind. Stress im Job, sexuelle Vorlieben und allerlei Peinlichkeiten sind nur einige Stichpunkte, die die Frauen während des Mutter-Kind-Treffens diskutieren.

Was sollen wir noch glauben?

Die Welt macht uns Angst. Tod, Verlust und die große Frage, was in Zukunft geschehen wird. Diese Unsicherheiten sind der Grund, weshalb sich Menschen seit Jahrtausenden an Götter und andere unsichtbare Mächte wenden. Denn Religionen bieten Sicherheit in einer Welt, die kompliziert und undurchschaubar ist. Egal, ob man das Evangelium oder die Lehren Buddhas betrachtet: Im Wesentlichen liefern alle Religionen Antworten, die Menschen seit Anbeginn der Zeit so dringend suchen. Aber spielen Götter und übermächtige Kräfte heutzutage überhaupt noch eine Rolle? Oder sind im 21. Jahrhundert Gebetstexte und Mantras längst unseren Enzyklopädien gewichen? 

Kirche als Teil der Kultur

Wenn man mich fragt, wann ich das letzte Mal in der Kirche war, muss ich etwas länger überlegen. Ich bin evangelisch-lutherisch getauft worden und auch, wenn ich der Kirche nach wie vor angehöre, gehe ich nicht hin. Außer jemand gibt sich das Ja-Wort. Dennoch bin ich nach wie vor ein Teil der Gemeinde und bezahle auch brav meine Kirchensteuer. Und damit bin ich sicher nicht allein. Wahrscheinlich übersteigen die christlichen Karteileichen die Anzahl der tatsächlich frommen Gläubigen. Aber warum eigentlich, frage ich mich selbst. Warum trete ich nicht endlich aus?

Vielleicht ist es die Gewohnheit, die mich daran hindert, einen Schlussstrich zu ziehen. Denn die Kirche ist mir vertraut. In der Grundschule habe ich Bibelszenen ausgemalt und das Glaubensbekenntnis kann ich seit meiner Konfirmation einwandfrei auswendig aufsagen. Der Glaube ist also nicht nur etwas, wofür sich jeder einzelne bewusst entscheidet. Er ist vielmehr ein Teil der Sozialisation. Kultur. Denn obwohl es so viele Menschen gibt, die nicht regelmäßig den Gottesdienst besuchen, sind kirchliche Hochzeiten immer noch hoch im Trend. Auch, wenn sich die Menge der Karteileichen weiter anhäuft, brauchen Menschen scheinbar Gottes Segen bei zentralen Lebensfragen. Vielleicht aus Gewohnheit. Vielleicht weil es zur Kultur gehört. Vielleicht aber auch aus religiösen Gründen, deren Sichtbarkeit im Alltag langsam verloren geht.

Versteckter Glaube

Anders steht es mit Serien und Filmen, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind und immer mehr Zeit in Anspruch nehmen. Betrachtet man das breite Angebot auf Netflix, Amazon und Co., stellt man fest, dass Glaube und Übernatürliches wahnsinnig oft thematisiert werden. Teufel, Hexen, Dämonen und Geheimbünde gehören zum Standard-Repertoire vieler Geschichtenerzähler. Die Welt wird im TV in Gut und Böse unterteilt. Hauptfigur und Gegenspieler. Helden und Anti-Helden. Oder Gott und Teufel. Diese Gegenpole erklären unser Dasein auf simple Weise und schaffen Orientierung sowie Sicherheit. Auf Netflix gibt es zum Beispiel eine Serie über den dunklen Lord, der die Hölle regiert und Sterbende zu sich holt. (Hierzu habe ich vor einiger Zeit einen eigenen Blogbeitrag geschrieben. Ihr findet ihn hier.) Glaube und Religion verstecken sich also in fiktiven Erzählungen, die wir uns nach Feierabend bei einer Tüte Chips auf der Couch reinziehen.

Doch nicht nur Filme zeigen religiöse oder gar mystische Handlungen. Auch Dokumentationen oder Reportagen untersuchen Fragen rund um Gott, die Bibel und grundlegende Glaubensthemen. Die Doku-Reihe „Mythen-Jäger“ läuft im ZDF und geht der Sintflut oder den Überresten des Kreuzes Jesu auf den Grund. Denn weltweit gehen Archäologen oder Hobby-Forscher auf die Suche nach Beweisen dafür, dass Szenen des alten und neuen Testaments tatsächlich stattgefunden haben. Und Millionen schauen ihnen dabei zu. Im TV.

Und auch an anderen Stellen begegnen uns religiöse Symbole im Alltag. Albrecht Dürers betende Hände oder die Hand der Fatima sind zwei Beispiele von Tattoo-Motiven, die häufig gestochen werden. Diese Symbole legen wortwörtlich die „schützende Hand“ auf ihre Träger. Außerdem haben sich religiöse Inhalte längst in unseren Sprachgebrauch eingebrannt. Wir rufen „Oh Gott“, wenn wir uns erschrecken oder sagen „In Teufels Namen“, wenn wir uns über etwas aufregen. Außerdem wissen wir alle, dass das „Schicksal manchmal Schnippchen schlägt“ oder dass „Karma regelt“.

Glaub doch, was du willst

Fragt man eine beliebige Person aus dem Freundeskreis, ob sie oder er gläubig ist, so erhält man meist eine ähnliche Antwort. Viele Menschen (der westlichen Welt), haben ihre eigene Vorstellung von Göttlichkeit und dem Sinn des Lebens. Sie glauben an eine höhere Macht, die unser Leben wesentlich beeinflusst und über allen Dingen steht. Definieren lässt sich die Macht aber nicht genau. Einig sind sich jedoch fast alle darüber, dass die Liebe zu anderen Menschen im Vordergrund des eigenen Handelns stehen sollte. Ganz im Sinne aller großen Weltreligionen.

Wenn ich über diese Details nachdenke, dann wird mir klar, dass weder Wikipedia noch Brockhaus Religionen ersetzen können. Wir wissen nicht, was in Zukunft geschehen wird. Und wir wissen auch nicht, was mit unseren Seelen nach dem Tod passiert. Diese Fragen, die uns Menschen seit Jahrtausenden plagen, kann die Wissenschaft nicht beantworten. Noch nicht, jedenfalls. Und so lange glauben wir eben, was wir glauben wollen.