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Wunschlos glücklich: Wie du das „Gesetz der Anziehung“ für dich nutzen kannst

Gleich vorne weg: Ja, ich bin glücklich. Trotzdem nicht wunschlos. Denn irgendwas fällt mir immer ein: vielleicht doch Hausbau statt Mietwohnung? Oder Kombi statt Golf? Die Nachbarn machen’s ja vor. Im Grunde genommen liegt es in unserer Natur, dass wir nie komplett zufrieden sind. Es geht immer besser, schöner, teurer. Das Resonanzgesetz, auch bekannt als das „Gesetz der Anziehung“ verspricht, dass man alles im Leben bekommt. Das eigene Haus. Oder eben den nagelneuen Kombi. Warum das aber nur zum Teil stimmt und wie man auch ohne diese Dinge glücklich wird, verrate ich dir in diesem Blogbeitrag.

„Resonanzgesetz“ – Was ist das überhaupt?

Was mit dem Buch „The Secret“ (deutsch: „Das Geheimnis“) begonnen hat, ist im Jahr 2021 bereits zum Internet-Hype geworden. Influencer, Promis und andere Superreiche posten regelmäßig Beiträge, die den Kern des Resonanzgesetzes wiedergeben, nämlich: Du kannst deine Träume wahr werden lassen, wenn du es nur stark genug willst.

Denn das Gesetz der Anziehung besagt, dass Gleiches Gleiches anzieht. Man zieht das in sein Leben, worüber man häufig nachdenkt. Bedeutet übersetzt: Wenn du ständig an Geld denkst, wird dir das Geld irgendwann nur so zufliegen. Im Wesentlichen steckt dahinter die Annahme, dass das Universum unsere Gedanken und Gefühle anerkennt und sich entsprechend danach ausrichtet.

“Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.”

Buddha

„Sie erschaffen mit der Zeit Ihr eigenes Universum.“

Winston Churchill

Ok, so weit die Theorie. Aber wo bleibt es, das liebe Geld? Wir alle denken ständig daran, doch nur die wenigsten Menschen sind so reich, dass sie ein luxuriöses Leben führen können. Ist das Gesetz der Anziehung also nur erfundener Schwachsinn?

Absolut nicht, sage ich. Dieses Gesetz existiert meiner Meinung nach und funktioniert im Grunde genommen wie alle anderen Naturgesetze auch. Wir Menschen sind schon lange in der Lage, die Naturgesetze für unsere Zwecke zu nutzen. Wir erzeugen Strom. Wir sind mobil. Und: wir ziehen das in unser Leben, worüber wir am häufigsten nachdenken. Nur reichen Gedanken alleine nicht aus. Glücklich zu sein ist eine Einstellung.

Das Universum (so die Theorie) reagiert nicht nur auf die Frequenzen unserer Gedanken, sondern insbesondere auf unsere Emotionen. So ziehen positive Gefühle noch mehr positive Gefühle an. Andersherum funktioniert das natürlich genauso. Bist du also pessimistisch eingestellt und steigst morgens mit einem schlechtem Gefühl aus dem Bett, wird sich diese Einstellung durch deinen kompletten Tag ziehen. Du machst vielleicht schlechte Erfahrungen im Job oder wirst von der Kassiererin im Supermarkt unfreundlich behandelt. All das ist ein Spiegel deiner eigenen Frequenz, die du Minute für Minute und Sekunde für Sekunde in die Welt sendest.

Wenn du also glücklich werden möchtest, dann beginne bei dir selbst. Stelle dich vor den Spiegel und starte mit einem Lächeln in den Tag. Zähle Dinge auf, für die du dankbar sein kannst. Ein warmes Bett, ein voller Kühlschrank oder eine Familie, die dich unterstützt. Denn Dankbarkeit ist der wichtigste Schlüssel zum Glück.

Herzenswünsche können wahr werden

Und was ist jetzt mit all dem Geld? Ganz einfach! Träume können selbstverständlich wahr werden. Und das Gesetz der Anziehung hilft dir dabei. Aber: Wünsche immer aus einer reinen Dankbarkeit heraus, nicht aus einem Mangel. Denn ein Mangelzustand zieht wieder negative Gedanken und Gefühle an. Bedanke dich für alles, was du hast. Erkenne, wie reich du schon bist. Folglich wirst du noch mehr Dinge in dein Leben holen, die dich glücklich und reich machen. Und das kann – aber muss nicht unbedingt -Geld sein. Im Wesentlichen kannst du alles haben, was du möchtest. Pass nur auf, dass du dich nicht im Wünschen verlierst. Sondern konzentriere dich auf deine Herzenswünsche (also alles, wonach sich dein Herz sehnt). Egal ob das dein Traumjob, eine Partnerschaft oder ein Eigenheim ist. Herzenswünsche erfüllen sich mit Hilfe des Resonanzgesetzes nämlich immer. Wenn dir zu deinem Glück also eine Partnerschaft fehlt, dann gehe in dich und sage dir: „Ich bin glücklich und dankbar für mein Leben. Ich bin umgeben von Liebe. Und ich wäre noch glücklicher, wenn ich diese Liebe mit Jemandem teilen dürfte.“ Wenn du dir stattdessen andauernd sagst, dass du einsam und ungeliebt bist, dann wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit weiterhin einsam bleiben. Vergegenwärtige deshalb alle positiven Gefühle, die eine Partnerschaft bei dir auslösen würde. Denke an die schönen Dinge, die ihr zu zweit erleben werdet. Und dann hab Vertrauen. In das Universum. Den Prozess. Und in dein Leben. So – ja nur so – erschaffst du dir deine eigene, glückliche Zukunft.

“Imagination ist alles. Sie ist die Vorschau auf die künftigen Attraktionen des Lebens.”

albert Einstein

Über’s Kinderkriegen

Für die meisten Leute ist es die Wunschvorstellung einer glücklichen Zukunft: Haus, Garten, Hund und zwei Kinder. Am besten noch Junge und Mädchen, damit die stolzen Eltern sowohl beim Fußballtraining als auch beim Tanzunterricht zugucken können. Ein Traum.

Für mich aber nicht. Denn Immobilien sind überteuert, vor Hunden fürchte ich mich und außerdem habe ich vor längerer Zeit entschieden, dass ich nur ein Kind möchte. Eine Kleinfamilie, quasi. Mein Partner sieht das genauso. Trotzdem machen wir uns schon jetzt darauf gefasst, dass in naher Zukunft Nachfragen zu einem Geschwisterkind auftauchen werden. Fragen wie: „Na, wann kommt denn das Zweite?“ haben wir wahrscheinlich alle schon einmal gestellt und auch ich muss mir da an die eigene Nase fassen. Umso mehr bin ich gespannt, wie man auf unsere Antwort reagiert. Denn die lautet, dass es kein Geschwisterkind geben wird.

Andere wissen’s immer besser

Egal für welchen Lebensweg sich ein Paar entscheidet, oft wird er von Dritten beurteilt und bewertet. Ganz automatisch wissen andere immer besser, welche Option die einzig richtige ist. Daher rechne ich schon jetzt mit einschlägigen Argumenten, die behaupten, dass Einzelkinder immer einsam oder verwöhnt sind und wir unserer Tochter mit der Entscheidung keinen Gefallen tun würden.

Doch nicht nur Paare mit einem Kind bekommen häufig den (nicht ganz so teuren) Rat ihres Umfelds aufgezwungen. Auch Eltern, die mehr als drei Kinder haben, werden nicht selten für ihre Familiensituation kritisiert. „Können die nicht verhüten?“ oder „Haben die keinen anderen Lebensinhalt?“ sind sicher nur zwei Beispiele von Aussagen, die Eltern von Großfamilien ertragen müssen.

Kritisiert werden auch (hauptsächlich) Frauen oder Paare, die sich bewusst gegen das Kinderkriegen entscheiden. Aber nicht jeder braucht Nachwuchs, um ein glückliches Leben führen zu können. Manche Leute haben eben andere Ziele auf ihrer Agenda stehen. Und das ist auch gut so.

Ähnlich (aber deutlich schwieriger) verhält es sich mit Leuten, die ungewollt kinderlos sind. Nicht alle, die ein Kind möchten, können diesen Wunsch wahr werden lassen. Medizinische Gründe oder finanzielle Probleme können einem Kinderwunsch im Weg stehen und Paare sehr belasten. Ständige Nachfragen von Verwandten und Bekannten, wann „es denn endlich soweit sei“, sind für Betroffene sicher verletzend und nur schwer auszuhalten.

Wir bleiben drei

Wir, für unseren Fall, sind perfekt zu dritt. Unser Baby ist ein absolutes Wunschkind und mein Partner und ich sind glücklicher denn je, seit unsere Tochter auf der Welt ist. Trotzdem wollen wir uns beide in naher Zukunft beruflich weiterentwickeln und außerdem einige Länder und Orte bereisen, die noch auf unserer Liste stehen (Slowenien, Schottland, Südamerika…). Alles Dinge, die mit einem Kind zwar kompliziert, aber durchaus machbar sind. Zudem haben wir, ganz salopp gesagt, nicht dauernd Lust auf Kindergeschrei um uns herum.

Natürlich werden wir dafür sorgen, dass unsere Tochter auch ohne Geschwister eine glückliche Kindheit haben wird. Denn wie bei allen anderen Eltern auch, wird unser Kind immer an erster Stelle stehen. Und ich freue mich schon jetzt tierisch darauf, mit meiner Tochter stundenlang Playmobil zu spielen, ihr aus verschiedenen Büchern vorzulesen oder gemeinsam die Natur zu erkunden.

Trotzdem möchte ich in Zukunft genug Zeit haben, um neben meiner Hauptaufgabe als Mama noch in viele andere Rollen schlüpfen zu können. Und wer weiß: Vielleicht haben wir ein paar Jahren ja doch noch Lust, unsere kleine Familie zu erweitern. Das steht momentan aber noch absolut in den Sternen und ist nichts, was Dritte aktuell zu kümmern hat.

Fazit

Ob und wie viele Kinder perfekt zur Lebensplanung passen, muss jeder für sich selbst entscheiden. 1, 2 oder 3 spielt keine Rolle. Denn in dieser Frage gibt es kein richtig oder falsch und schon gar kein Schema F. Wir alle (mich eingeschlossen) sollten daran denken, wenn wir ein Paar oder eine junge Frau das nächste mal zum Thema Familienplanung befragen wollen.