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Diese drei Dinge möchte ich unbedingt tun

Jeder Mensch hat einen Traum. Oder gleich mehrere. Ein Flug mit dem Heißluftballon, ein Meet and Greet mit Johnny Depp oder vielleicht ein eigenes Motorrad. Auch ich habe solche Wünsche, die ich mir in den nächsten Jahren unbedingt erfüllen möchte. Welche das sind, lest ihr hier.

Wie in der Vergangenheit leben

Schon immer träume ich davon, für ein paar Tage so zu leben, wie es die Menschen vor vielen Generationen getan haben. Ohne Strom oder fließend Wasser. Nur mit den nötigsten Gegenständen und einfachsten Gewändern. Ich würde in einer Waldhütte hausen und tagsüber Kräuter sammeln. Abends wird dann auf offenem Feuer gekocht.

Nun kann man sich die Frage stellen, warum sich das jemand freiwillig antun will. Die Antwort ist eigentlich ganz simpel und mit zwei Gründen schnell gegeben. Denn zum einen liebe ich historische Romane und würde das Leben der Protagonisten gerne nachempfinden. Zum anderen leben wir in einer Welt, die mich mit ihrer Fülle an Reizen manchmal überfordert. Alle sind im Stress, checken Mails im Minutentakt oder rennen von einem Termin zum nächsten. Deshalb wäre es schön, für eine Weile auszubrechen und das Leben in seiner ursprünglichsten Form zu genießen. An einer Feuerstelle, mitten in der Natur.

Bei „Das perfekte Dinner“ mitkochen

Ich gebe zu, dass ich nicht die beste Köchin bin. Manchmal fehlt Salz, meistens aber haue ich zu viel in die Suppe. Trotzdem Mittelklasse, würde ich sagen. Nichtsdestotrotz schaue ich unfassbar gerne das perfekte Dinner auf Vox. Jeden abend um Punkt sieben Uhr. Denn ich finde nicht nur die Menü-Kreationen der Kandidatinnen und Kandidaten super spannend, sondern auch deren Wohnsituation.

Irgendwann möchte ich Teil der Sendung sein und beweisen, dass auch Freizeitköche der Mittelklasse etwas reißen können, wenn sie sich genug anstrengen. Mein Drei-Gänge-Menü steht übrigens schon und sieht in meinem Kopf unfassbar lecker aus. Verraten werde ich es euch aber nicht. Vielleicht klappt’s ja schon bald mit dem großen Kochauftritt.

Durch Schottland reisen

Mein letzter Punkt auf der „Bucket-List“ ist mittlerweile fast zum Mainstream geworden, trotzdem führe ich ihn an dieser Stelle auf. Zu gerne würde ich mir einen Mietwagen schnappen und durch die schottischen Highlands reisen. Entdecken kann man dort wunderschöne Landschaften, mystische Orte und ganz viel Herzlichkeit.

Wann ich mir diesen Wunsch erfüllen werde, ist noch unklar. Denn für eine Schottland-Rundreise braucht es nicht nur ein großzügiges Budget, sondern auch eine ordentliche Planung im Voraus. Unternehmen wollen wir diese Reise gemeinsam als kleine Familie, weshalb wir vorher noch klären müssen, wie wir ein solches Abenteuer für unsere Tochter spannend und angenehm gestalten können.

Noch sind diese drei Dinge Zukunftsmusik. Aber bald schon möchte ich mir zumindest einen Wunsch davon erfüllen. Wenn es so weit ist, erfahrt ihr es auf meinem Blog.

La Réunion

Île de la Réunion (deutsch: „Insel der Zusammenkunft“) ist ein französisches Übersee-Département im Indischen Ozean. Die Insel war unser Urlaubsziel im vergangenen Spätsommer.

Mit dem Mietwagen sind wir insgesamt fünf unterschiedliche Orte angefahren und haben so die vielfältige Natur des kleinen Urlaubsparadieses erleben können. Küsten aus schwarzer Lava, Wasserfälle, Sandstrände und vernebelte Berge: La Réunion ist ein Hingucker und grandioses Reiseziel für alle, die das Wandern und die Natur lieben. Gebucht hatten wir alle Unterkünfte über die Website reunion-urlaub.com und dadurch im Vorfeld eine Menge nützlicher Tipps für unsere Rundreise erhalten (die nachfolgenden Unterkünfte findet ihr alle unter dem oben genannten Link). Ausgestattet mit zwei Backpacking-Rucksäcken haben wir uns dann im September auf die etwa 8.992 Kilometer entfernte Insel begeben…

Unterkunft Nr. 1: Diana Dea Lodge (Hotel)

Die erste Unterkunft lag versteckt in den nordöstlichen Bergen der Insel. Hier sind wir nach einem anstrengenden Flug (von Nürnberg aus insgesamt 15 Stunden) eingekehrt und haben uns kulinarisch richtig verwöhnen lassen. Da ich während unseres Aufenthalts Geburtstag hatte, wollten wir uns etwas Besonderes gönnen. Und so sind wir jeden Abend bei Kaminfeuer beisammen gesessen, haben Schach gespielt, Cocktails geschlürft und Weinbergschnecken auf Blätterteig probiert. Leider aber hatten wir das kühle Klima in den Bergen unterschätzt, weshalb wir frieren und schon am zweiten Tag warme Pullover besorgen mussten.

Unterkunft Nr. 2: Les Mimosas (B&B)

Der zweite Stop unserer Reise hat uns anschließend in das beschauliche Dörfchen Grand Bassin geführt. Dieses liegt friedlich und abgeschottet in einem Talkessel, den man entweder durch einen zweieinhalbstündigen Fußmarsch oder den Helikopter erreicht. Wir haben uns als Touristen natürlich für erstere Variante entschieden und sind, bepackt mit unseren Rucksäcken, den langen Pfad hinab ins Tal gestiefelt. Dort hat uns ein älteres Ehepaar samt Esel herzlich in Empfang genommen. Die beiden, Majo und Michel, leben vom örtlichen Tourismus und stellen auf ihrem Anwesen zwei Gästezimmer zur Verfügung (diese werden grundsätzlich nur an ein Paar/eine Gruppe vergeben, weshalb wir während unseres Aufenthalts die einzigen Gäste waren). Umgeben von Natur und Dschungel konnten wir während unseres Besuchs total zur Ruhe kommen und außerdem allerfeinste regionale Spezialitäten naschen. Gegessen wird bei Majo und Michel nämlich hauptsächlich das, was im Freien wächst. Jeden Abend hat Majo frisch für uns gekocht und das Essen wurde bei familiärer Atmosphäre gemeinsam eingenommen.

Unterkunft Nr. 3: Côté Lagon (B&B)

Nach einem qualvoll langen Aufstieg zurück zum Parkplatz sind wir mit dem Mietwagen weiter in Richtung Süden gefahren. Am Strand von Saint-Pierre haben wir in einem modernen Bed&Breakfast übernachtet. Die Terrasse dort war mit Blick auf das Meer ausgerichtet. Hier sind wir jeden Morgen bei einem reichhaltigen Frühstück in den Tag gestartet und haben Schwimmer und Boote beobachtet. Nachmittags haben wir dann am hauseigenen Pool gelegen und das sonnige Wetter genossen. Außerdem wollten wir die Chance nutzen und den nahegelegenen Piton de la Fournaise besuchen: einen der aktivsten Vulkane unserer Erde. Gegen fünf Uhr morgens sind wir losgefahren, um die Kraterlandschaft bei nebelfreier Sicht bestaunen zu können.

Unterkunft Nr. 4: Kaz Insolite (Bubble Hotel)

Der Vorletzte Halt auf unserer Tour war ein weiteres großes Highlight des Urlaubs. Eine durchsichtige Kugel, mitten im Wald, war unser Quartier für die Nacht. Zum Abendessen gab es ein original französisches Raclette und im Anschluss konnten wir die Planeten unseres Sonnensystems durch ein Teleskop bestaunen. Ein Mitarbeiter des örtlichen Observatoriums hatte das Equipment dafür kostenlos zur Verfügung gestellt. Anschließend sind wir in unserer durchsichtigen Bubble unterm Sternenhimmel eingeschlafen. Jenseits von Lichtverschmutzung und Lärm haben wir hier die Natur in ihrer pursten Schönheit erfahren können.

Unterkunft Nr. 5: Villa de la Plage (B&B)

In der Villa de la Plage konnten wir abschließend noch ein paar ruhige Tage genießen, ehe wir zurück nach Deutschland fliegen mussten. Hier haben auch viele andere deutschsprachige Urlauber übernachtet, mit denen wir über unsere Erlebnisse auf der Insel plaudern konnten. Ansonsten haben wir uns die Zeit am Strand, am Pool oder im Baumhaus der Unterkunft vertrieben. Zwei Bücher habe ich während der drei Tage ausgelesen. Auch die örtlichen Restaurants wurden von uns durchprobiert und für unglaublich gut befunden!

Warum lohnt sich ein Besuch der Insel?

La Réunion ist als Reiseziel noch relativ unbekannt und im Vergleich zu anderen Inseln nicht sehr touristisch. Dennoch lohnt sich ein Besuch. Diese Gründe sprechen dafür, die lange Flugzeit auf sich zu nehmen:

  • La Réunion gehört zu Frankreich. Deshalb kannst du dort mit Euro bezahlen und brauchst für die Einreise keinen Reisepass.
  • Die Insel ist etwa so groß wie das Saarland und bietet dennoch eine mannigfaltige Landschaft. Vulkane, Wasserfälle, Strand und Dschungel: ein Aufenthalt auf dem Übersee-Département fühlt sich an wie ein Urlaub in mehreren Ländern. Denn La Réunion verfügt über mehrere Mikro-Klimata.
  • Für Outdoor-Liebhaber gibt es grandiose Wanderwege und allerhand sportliches Angebot, wie z.B. Canyoning, Hochseilgärten oder Stand Up Paddling. Aber Achtung an Schwimmer und Taucher: im Meer um Réunion gibt es viele Haie!
  • Kulinarisch hat die Insel eine Menge zu bieten und besticht durch ihren Mix aus kreolischen und französischen Spezialitäten

Wir sind happy darüber, dass wir La Réunion im letzten Sommer als Reiseziel ausgewählt haben und können einen Besuch auf dem Insel-Paradies nur weiterempfehlen.

Umweltsünderin

Vergib mir Herr, denn ich habe gesündigt. Ich habe eine Flugreise gemacht. Bin mit dem Jet auf eine ferne Insel geflogen, habe unfassbar viele Kilometer hinter mich gebracht und deswegen auch massiv CO2 verursacht. Mist.

„Flight-Shame“ ist das neue Unwort

Fernreisen. Was vor einigen Jahren noch als ein aufregendes Erlebnis junger Menschen verstanden wurde, gilt jetzt schon fast als Tabu. „Flight-Shame“, zu deutsch „Flug-Scham“, hat schon jetzt das große Potential, Unwort des Jahres zu werden. Im Genaueren bedeutet der Begriff, dass Personen sich für ihre Flugreisen rechtfertigen müssen, ja teilweise sogar dafür schämen. Denn durch den Flug wird, wie oben bereits erwähnt, viel Kohlenstoffdioxid freigesetzt. Und das, wie wir alle wissen, ist schlecht für unser globales Klima.

Was also tun? Sich in die Ecke stellen und schämen? Keinem vom Flug erzählen – oder besser noch: niemals mehr fliegen? Die Antwort ist natürlich, wie eigentlich fast alles im Leben, weder schwarz noch weiß. Jemanden für seine Reise zu verurteilen wäre genauso falsch, wie Flugreisen generell zu verbieten. Denn was solche Reisen fördern – und da versteht mich sicher jeder, der bereits andere Länder besucht hat – das Miteinander. Toleranz, Kulturerlebnisse und Interesse aneinander sind einige Stichpunkte, die an einem jeden Reisenden haften bleiben. In einer Zeit in der Rassismus und Fremdenfeindlichkeit langsam wieder Einzug in Parlamente halten, ist es umso wichtiger, dass wir über unseren eigenen Tellerrand hinausblicken und andere Kulturen wertschätzen. Das geht am besten, wenn man diese Kulturen auch im echten Leben kennenlernt.

Aber das ist der Umwelt doch egal?!

Klar, das ist der Umwelt egal. Beziehungsweise dem Klima. Der Flieger setzt trotzdem CO2 frei. Es braucht also einen Weg, um einen Ausgleich zu schaffen. Eine Balance – wenn man so will. Wie die aussieht, muss letztendlich jeder für sich entscheiden. Das Bewusstsein dafür, welche Verantwortung man nach einem Flug tragen muss, sollte den Anfang machen. Ich in meinem Fall werde via Atmosfair meinen Flug kompensieren. Ich werde also einen Betrag (errechnet an der von mir verursachten CO2-Menge) an die Organisation spenden. Mit den Geldern werden dann weltweite Projekte gefördert, welche die Menge an Kohlenstoffdioxid an einer anderen Stelle einsparen.

Man könnte jetzt behaupten, dass ich es mir damit besonders leicht mache. Ein Privileg der kapitalistischen Gesellschaft quasi. Ich treibe was ich will, und am Ende steck ich jemanden ein bisschen Geld in die Tasche. So auf die Art: „80 Euro, dann ist dat Ding aber jut bezahlt“. Aber nö nö! So wird das nicht laufen. Denn ich werde weiterhin in meinem Alltag möglichst auf Plastik verzichten, die regionale Landwirtschaft unterstützen und meinen Bedarf an Strom und Wasser niedrig halten. Außerdem habe ich vor, die nächsten Jahre auf jeden Fall in der Nähe Urlaub zu machen.

Mai (von Mailab) hat in einem ihrer Videos ein klasse Beispiel gebracht. Nehmen wir Person A. Person A hat Müll in den Wald geschmissen, obwohl er sich normalerweise für Umweltschutz einsetzt. Person B hat auch Müll in den Wald geschmissen, leugnet das aber. Und Person C hat ebenfalls Müll in den Wald geschmissen, steht aber offen und ehrlich dazu, dass ihm das egal ist. Eigentlich müssten wir C hassen, weil sein Verhalten unvorbildlich und echt uncool ist. Aber: Eigentlich finden wir Person C ganz sympathisch, weil wer wenigstens ehrlich war. Und Person B ist ein Lügner, aber das lassen wir auch noch irgendwie durchgehen. Schließlich scheint er zu wissen, dass sein Verhalten falsch war. Wen wir aber gar nicht abkönnen, ist Person A! Denn A ist offensichtlich ein Heuchler – und wir hassen Heuchler mehr als Lügner! Aber… STOP. Wir sollten C hassen, weil er offensichtlich keinen Bock auf Umweltschutz hat. Person A hat einen Fehler gemacht, aber wenigstens ist ihm der Fehler bewusst.

„Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ Dieser kluge Satz, der schon in der Bibel stand bla bla, hat bis heute nicht an Bedeutung verloren. Denn wir sind alle keine Heiligen, jeder von uns ist Klimasünder. Sich für ein bewussteres Leben einzusetzen bedeutet nicht, dass man ab sofort in einer Waldbaracke hausen muss. Es bedeutet auch nicht, dass man nie mehr Fleisch essen oder fliegen darf. Denn es bedeutet in erster Linie nur, dass man trotz des westlichen Lebensstils irgendwie versucht, ein besserer Mensch zu sein.

New York, New York

Schon Frank Sinatra besingt in seinem weltberühmten Song die Weltmetropole New York City und Rapper wie Jay Z tun es ihm nach. Im Wesentlichen geht es immer um Eines: Das erreichen, was sonst nirgendwo möglich ist. Glücklich werden in einer Stadt, die niemals schläft und in der jeder das große Geld machen kann. New York ist die Stadt, die nicht nur gerne besungen wird, sondern auch viele Schauplätze für Filme und Serien bietet. Von Spiderman über Sex and the City, bis hin zu den Ghostbusters oder How I met your mother. Alle sind sie in New York daheim. Ich wollte der Sache vom „großen Traum“ mal auf den Grund gehen und habe die Stadt letzten Sommer für einige Tage besucht.

Los ging es Ende August mit dem Flugzeug – und das obwohl ich ewig nicht geflogen bin und deshalb sehr nervös war. Gefühlte 13282367 Stunden später (in Wahrheit waren es vielleicht 9), kamen wir am JFK Airport an. Mit der U-Bahn ging es dann weiter Richtung Harlem, denn dort lag unser B&B. Ja Harlem. Jetzt wundert ihr euch vielleicht. Ich gebe zu, die Gegend hat nicht den besten Ruf, aber trotzdem haben wir uns sehr wohl gefühlt. Unser Gastgeber war super freundlich und sehr darum bemüht, uns über Ausflugsziele und sonstiges Insider-Wissen zu beraten.

Nachdem wir total erschöpft unsere erste Nacht im Apartment verbracht hatten, stand am nächsten Tag nur eine Sache auf der Liste: der Times Square. Logisch. Die vielen Displays, Werbeanzeigen, Stores und vor allem Menschen sind genau das, was man sich unter New York City eben vorstellt. Glitzer, Glamor und Fame – das haben wir erwartet. Die Realität aber sah anders aus.

Wo fange ich an diesem Punkt an zu erzählen? Bei der Stadt an sich vielleicht. New York, liebe Leserinnen und Leser, ist das reinste Drecksloch. Es stinkt wirklich an jeder Ecke, da der Müll einfach vor sich hingammelt und das niemanden kümmert. Die Tatsache, dass sich die Hitze im Sommer zwischen den Hochhäusern staut, macht das nicht gerade besser. Im Gegenteil. Man verlässt das Haus und fühlt sich wie in der Sauna. Auf diesen Umstand reagieren die New Yorker natürlich, was zur Folge hat, dass einen innen (egal ob Laden, Restaurant oder Museum) eine Vollklimatisierung erwartet, die mich teilweise hat glauben lassen ich wäre am Nordpol angekommen. Doch die Stadt stinkt nicht nur – sie ist auch genauso schmutzig wie sie riecht. Und genauso wie sie schmutzig ist, ist sie überfüllt. Eine Masse an Menschen wie ich sie noch nie gesehen habe (obwohl das ja eigentlich von vornherein klar war).

So. Jetzt denkt ihr wahrscheinlich, dass ich New York nicht leiden kann und der Urlaub der größte Reinfall war. Doch das stimmt nicht. Was ich sagen kann, ist, dass mich diese Stadt gefangen hat. Für immer wahrscheinlich. New York ist die Stadt, der ich mein Herz längst geschenkt habe. Zu der ich immer wieder zurück kehren werde, jedenfalls solange das Geld reicht.

Und warum? Nicht wegen dem Times Square oder den hippen Shopping Läden. Nein. Wegen den Menschen, der Mentalität. In New York kannst du sein wer du bist und dennoch wirst du immer dazugehören. Egal ob jung oder alt, Hipster oder Spießer, Skater oder Bürohengst, Straßenkünstler oder Hot Dog Verkäufer. Hier ist jeder offen, cool drauf und absolut willkommen. Du bist anders? Nicht hier! Die New Yorker lieben ihre Vielfalt und wissen sie ganz genau zu schätzen. Dieses Lebensgefühl trifft einen an jeder Ecke und in jeder Situation wieder. Beim Einkaufen, beim Spazieren oder sonstwo – ich habe noch nie so viele verschiedene und vor allem freundliche Menschen auf einmal gesehen. Klar, wird den Amis oft nachgesagt, ihre Freundlichkeit sei rein oberflächlich. Aber dieses Gefühl hatte ich damals nicht.

Was ich an der Stadt auch liebe, sind ihre verschiedenen und absolut coolen Plätze. Denn neben den bekannten Sehenswürdigkeiten im Zentrum Manhattans oder an der Wall Street bzw. Ground Zero, hat die Stadt noch viel mehr zu bieten. Shoppen gehen in Soho, Pizza essen in Little Italy oder lesen im Washington Square Park. Es gibt wirklich unglaublich viel zu entdecken und zu unternehmen.

Doch was mich an der Stadt wohl am meisten begeistert hat, ist ihre Dimension. NYC ist riesig. Und damit meine ich nicht München-oder-Berlin-riesig. Damit meine ich riesig-riesig. Alles erscheint absolut überdimensional. Alleine mit der Subway den Central Park entlang zu fahren (ohne zu halten) dauert ca. 20 Minuten. (Für alle die vorhaben NYC auch irgendwann zu bereisen, schaut euch die Stadt mal von oben an! Tickets für das Empire State Building sind zwar nicht so billig, aber es lohnt sich auf alle Fälle.) Während unseres Aufenthalts sind wir die meiste Zeit zu Fuß unterwegs gewesen und ich kann euch sagen, dass wir uns echt die Sohlen platt gelaufen sind. Alleine durch das Zentrum der Stadt zu laufen dauert ewig. (Die unendlich vielen Kalorien, die wir uns durch das ganze Fast Food Zeugs reingeschaufelt haben, haben wir locker wieder abgelaufen. Ja, wir haben wirklich nur Fast Food gegessen. Es schmeckt auch einfach sehr viel besser als daheim in Deutschland.) Und jetzt muss man noch überlegen, dass ich hier im weitesten Sinne allein von Manhattan geschrieben habe. Doch zu der Stadt gehören noch weitere vier Stadtteile, die ich mir leider nicht angesehen habe. Ich war zwar auf der Brooklyn-Bridge und bin mal kurz mit der Fähre nach Staten Island gefahren, aber dabei ist es leider geblieben. Schade eigentlich. Ich glaube Williamsborgh in Brooklyn soll ein ziemlich cooles Viertel sein (Two Broke Girls spielt dort).

Ich denke Frank Sinatra hatte damals recht. In New York kann jeder etwas erreichen. Vielleicht kann man heute zwar nicht mehr so einfach vom Tellerwäscher zum Millionär werden – aber man kann eine Person werden, die aufhört sich selbst Grenzen zu setzen. Denn in New York gibt es keine Grenzen.