Schlagwort: LEBEN

Oh Mann!

„Du schreibst so viel über tolle Frauen. Warum machst du nicht mal einen Blogbeitrag über uns?“ Diese Frage hat mir ein Mann letztens gestellt und sie todernst gemeint. Recht hat er auf jeden Fall, denn auf meinem Blog sollte definitiv mehr über Männer geschrieben werden. Großartige Männer. Männer, die unseren Respekt verdienen. Et voila….

Jan Böhmermann

Jan Böhmermann nimmt kein Blatt vor den Mund. Und deswegen mag ich ihn. Er steht gern im Mittelpunkt, aber seine Absichten sind nicht egoistisch. Er vereint Witz und Ernsthaftigkeit mit so einer Leichtigkeit, dass man meinen könnte, er hätte die Satire erfunden. Er ist also für mich mehr als ein komischer Kerl aus dem TV. Er ist der Botschafter der jungen Generation.

Barack Obama

Obama wird weltweit gefeiert wie ein Superstar. Und das obwohl er ein (ehemaliger) Politiker ist. Er hat uns gezeigt, dass man mit Toleranz, Nächstenliebe und Diplomatie Länder zusammenhalten kann. Dass man mit all diesen Eigenschaften Hoffnung unter die Menschen bringt. Er hat uns gezeigt, dass wir Randgruppen aktiv in unseren Alltag integrieren müssen. Dass wir sie hören müssen – und sehen. Seine Familie war aber trotz der stressigen Zeit als Präsident der USA immer an erster Stelle gestanden. Obama ist also nicht nur ein toller Dad, sondern auch ein super Vorbild.

Frank Thelen

Viele kennen Frank aus dem Fernsehen. Die Höhle der Löwen ist eins der erfolgreichsten Formate mit Franks Beteiligung. Der Unternehmer hat sich in seinem vergleichsweise jungen Alter ein großes Business-Netzwerk aufgebaut und liefert durch seine vielen Projekte (besonders Start-Ups) einen wichtigen Beitrag für die deutsche Wirtschaft. Denn besonders soziale, faire oder gesundheitsfördernde Geschäftsideen bringt der 43-Jährige weiter voran. Sein scharfer Sinn für gesellschaftliche Entwicklungen und vorne dran die Digitalisierung machen ihm zum Elon Musk Deutschlands.

Leonardo DiCaprio

Leonardo DiCaprio steht nicht auf dieser Liste, weil er so ein Frauenschwarm ist (Ok, vielleicht ein bisschen). Er steht hier, weil er aktiv und mit viel Herzblut gegen den Klimawandel kämpft. Er unterstützt sämtliche Projekte und Unternehmungen, um nachfolgenden Generationen eine bessere und sauberere Welt zu hinterlassen. Er ruht sich also nicht auf seinem Erfolg aus, sondern motiviert andere Menschen, mehr auf die Umwelt Acht zu geben. Ein echter Superman.

Freddie Mercury

Wer nicht viel auf die Meinung anderer gibt und sein eigenes Ding durchzieht, gelangt an inneren Frieden mit sich selbst. Naja, zumindest glauben das die meisten. Freddie Mercury, der verstorbene Sänger der Band Queen, hat jedoch Zeit seines Lebens mit sich selbst gehadert. Auf der Suche nach der Liebe und dem Sinn des Lebens, hat er aber immer das getan, wonach ihm der Sinn stand und was ihm sein Herz vorgab. Sein musikalisches Superhirn hat darüber hinaus Songs auf den Weg gebracht, die die Jahrzehnte überdauert haben und es weiterhin tun werden. Genie und Vorbild vereint in einer Person.

Alle Männer

Wir Frauen bewundern euch. Ihr seid furchtlos, tapfer aber trotzdem liebenswert. Ihr entsorgt die Spinnen, vor denen wir Angst haben und ihr seid immer da, wenn wir eine starke Schulter brauchen. Ihr richtet uns unsere Smartphones ein, ihr repariert unsere Computer. Ihr fahrt so gut Auto, als hättet ihr nie etwas anderes getan. Für euer räumliches Verständnis und die Mordsgeduld bewundern wir euch. Ihr seid unser Ruhepol, wenn wir zu viel reden. Ihr seid unser Sprachrohr, wenn wir nicht wissen, was wir sagen sollen. Ihr seid toll. Ihr seid Männer.

Du starkes Stück!

Wir haben über Feminismus geredet. Über Ungerechtigkeit und Missverständnisse. Heute lasse ich die schlechten Vibes mal beiseite und konzentriere mich auf das, was ich wirklich stark finde: Frauen. Berühmte Frauen im Fernsehen, die diesem Hass entgegentreten und normale Frauen im Alltag, die mich schwer beeindrucken. Lasst uns also einen Moment Zeit nehmen, und alle Frauen feiern, die jeden Tag aufs neue ihren Mann stehen.

Palina Rojinski 

Die russisch-deutsche Moderatorin hat es nicht leicht: Oft wird sie – vor allem im Internet – von Fremden angeschmachtet und einzig und allein auf ihr Aussehen reduziert. Auf ihre Brüste, um genau zu sein. Palina hat sich das nicht gefallen lassen und deshalb widerlichen Internet-Trollen einen Streich gespielt: Auf Instagram veröffentlichte die 34-Jährige das Foto eines Männer-Hinterns, der so gut in Szene gesetzt war, dass User ihn für Palinas Oberweite hielten. Den Fake klärte Palina kurze Zeit später auf, mit der Aussage, sie wolle nicht mehr länger nur auf Ihre Oberweite reduziert werden und bekämpfe deshalb „das Perverse mit dem Perversen“. Capeau, Palina!

Meghan, Duchess of Sussex

Auch Meghan hat es nicht leicht. Zwar hat sich die ehemalige Schauspielerin einen der begehrtesten Männer der Welt geangelt und lebt in einem Traumschloss, aber dieses neue Leben wird ihr nicht so recht gegönnt. Meghan sei hinterlistig, Meghan wolle nur im Mittelpunkt stehen, Meghan verderbe Harry. Immer wieder wird sie darüber hinaus mit Kate verglichen: Sei sie doch nicht so anmutig und damenhaft wie ihre Schwägerin. Aber sind wir doch mal ehrlich: Als geschiedene Frau und Tochter einer Afroamerikanerin waren diese Anschuldigungen eigentlich schon vorprogrammiert. Ich finde es stark, dass Meghan weiterhin mit einem wahnsinnigen Selbstbewusstsein zu sich und zu ihrer Liebe mit Harry steht. Eine Prinzessin, die nicht gerettet werden muss.

Bibi

Bianca Heinicke, bekannt als Bibi von „BibisBeautyPalace“, wurde durch ihren Youtube-Kanal quasi über Nacht berühmt. Zunächst veröffentlichte sie Videos zu den Themen Kosmetik, Lifestyle und Mode, später kamen Comedy-Einheiten dazu. Jetzt konzentriert sich Bibi aber auf ihr Familienleben und arbeitet hauptsächlich als Influencerin auf Instagram. Und auch hier – wie sollte es auch anders sein – beginnt der Hate vieler User im Internet. Bibi sei naiv, dumm und vor allem zu jung um schon Mutter zu sein. Woher diese Hasstiraden immer rühren – ich kann es mir nur vage denken. Vielleicht ist es Neid, vielleicht aber auch einfach Frustration. Bianca hat sich mit ihren 26 Jahren wirklich einen Namen gemacht und ist mit dem was sie tut super erfolgreich. Eine junge Unternehmerin, die Baby und Business unter einen Hut bekommt. Meine Bewunderung hat sie!

Greta Thunberg

Greta habe ich bereits einen ganzen Artikel gewidmet, deswegen soll dieser Absatz aber nicht kürzer ausfallen als die anderen. Greta, die erst 16 Jahre alt ist aber bereits eine ganze politische Bewegung ins Leben gerufen hat, ist für mich eine Inspiration. Wir können von ihr wahnsinnig viel lernen. Sie ist geduldig, klug und engagiert. Das sollen die Erwachsenen ihr erst einmal nachmachen. Greta Thunberg ist mittlerweile sogar für den Friedensnobelpreis nominiert. Ich finde es steht außer Frage, dass sie diese Auszeichnung auch verdient hat. Ich bin gespannt, wohin die Reise gehen wird. Aber weit mit Sicherheit: Denn wer tausende junge Menschen mobilisieren kann, der kann noch viel mehr. Fazit: Make The World Greta Again!

Demi Lovato

In der Reihe der inspirierenden Frauen darf eine nicht fehlen: Demi Lovato. Die Amerikanerin trifft zwar nicht ganz meinen Musikgeschmack, aber sie schafft es trotzdem auf die Hit-List der starken Frauen. Die junge Sängerin und Schauspielerin steht offen zu ihrer Mobbing-Vergangenheit und ihren psychischen Problemen. Sie ermutigt andere Prominente, ebenso über ihre schicksalhaften Erlebnisse zu sprechen. Gerade die Hollywood-Welt scheint nach außen unverwundbar und perfekt zu sein. Ich denke, dass es daher besonders schwer ist, in so einer Welt offen seine Schwächen zu zeigen und trotzdem jeden Tag im Rampenlicht zu stehen. Keep on rockin‘, Demi!

Du

Du machst die Wäsche, du gehst einkaufen, du putzt die Wohnung. Du gehst arbeiten, du verdienst Geld, du machst Geschäfte. Du gehst ins Fitnessstudio oder Laufen. Du hilfst alten Menschen und kümmerst dich um die Kinder. Du behauptest dich täglich aufs neue gegenüber der Welt. Du schlichtest Streit, du sorgst für Harmonie. Du planst alles durch von A bis Z oder lässt dich gerne auch mal treiben. Deinen Kalender hast du immer mit dabei, damit du auch nichts vergisst. Du hinterfragst Dinge, du siehst den wahren Charakter der Menschen. Du kaufst dir oft neue Schuhe oder neue Klamotten, aber hast deine Finanzen top im Griff. Du hast morgens Probleme aufzustehen, oder abends Probleme einzuschlafen. Du lächelst, wenn man dich dazu auffordert, aber du liebst es, böse zu gucken. Leute denken du wärst krank, wenn du mal ungeschminkt aus dem Haus gehst. Du bist aber trotzdem immer super gestylt, weil es dir Spaß macht und du dich gerne ausprobierst. Du bist eine Frau. Du bist ein echt starkes Stück!

#girlssupportgirls

Vernebelte Weisheiten

Weisheiten sind schmerzerfüllt,
Sie haben Narben.
Weisheiten sind vernebelt,
Sie geben Erinnerungen.
Weisheiten sind allgegenwärtig,
Sie haben Wissen.
Weisheiten sind liebevoll,
Sie geben ein Stück vom Glück.

Wann geht uns ein Licht auf?

Wer von euch kennt Greta? Die 16-Jährige Klimaaktivistin mit Asperger-Syndrom und den zwei geflochtenen Zöpfen? Das Mädchen dessen Video um die Welt geht? Das sich vor verschlafene Regierungsmitglieder verschiedener Länder stellt und versucht sie wachzurütteln? Genau die! Und über die reden wir jetzt. Greta Thunberg hat beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos folgendes gesagt:

Erwachsene sagen immer wieder: Wir sind es den jungen Leuten schuldig, ihnen Hoffnung zu geben. Aber ich will eure Hoffnung nicht. Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. Dass ihr so handelt als würde euer Haus in Flammen stehen, denn das tut es.

Greta THunberg (VIdeo)

In einem weiteren Interview sagt Greta etwas, das mich fast sprachlos gemacht hat:

Wir müssen erkennen, dass wir in einer akuten Krise stecken. Und in einer Krise handelt und denkt man anders, als man es normalerweise tun würde.

GReta Thunberg (VIDEO)

Und damit trifft Greta den Nagel auf den Kopf. Denn wir Menschen ziehen uns regelmäßig irgendwelche apokalyptischen Blockbuster rein, angefangen bei „I am Legend“ bis hin zu „Bird Box“, und essen dabei unsere Tüte Chips mit einer Seelenruhe, als wären solche Weltuntergangs-Szenarien nur ausgedacht. Nein. Wir befinden uns bereits in so einem Szenario. In einer Krise. Und es ist dieselbe Krise wie im Film. Nur wir checken es einfach nicht. Wir merken es nicht. Wir sehen es nicht. 

Es muss erst ein Teenager um die Ecke kommen, damit wir das verstehen. Wir Menschen haben über die Jahre erstklassiges Wissen über unsere Umwelt gesammelt und dennoch tun wir nichts, um sie zu schützen. Es siegt dann das Zwei-Euro-Fleisch aus dem Discounter. Aber wenn wir wirklich so weitermachen wollen, wenn wir dieses Leben wirklich leben wollen, dann müssen wir uns der Konsequenzen bewusst sein. Wir werden immer mehr Menschen und Ressourcen werden gleichzeitig immer knapper. Haben wir überhaupt noch ein Recht auf diesen wahnsinnigen Konsum?

Ich bin wirklich keine Heilige, auch ich habe meine Klimasünden. Ich fliege alle zwei Jahre in den Urlaub und ich habe ein Auto, das ich auch regelmäßig benutze. Aber ich bin dennoch immer darum bemüht, wenigstens bei den kleinen Dingen im Alltag etwas klimabewusster zu werden. Ich verzichte weitgehend auf Plastik und versuche mein Obst und Gemüse immer regional zu kaufen. Ich kaufe mir keine 45 Cent Milch, sondern gebe dafür gerne mehr Geld aus. 

Ich bin teilweise schockiert, wenn ich sehe was so manche Menschen täglich einkaufen. Abgesehen davon, dass das meiste Zeug wahnsinnig ungesund ist, ist es vor allem doppelt und dreifach in Plastik eingewickelt. Da frage ich mich: muss das wirklich sein? Ich will hier niemanden angreifen und es ist auch nicht meine Absicht euch zu sagen, wie ihr euer Leben führen sollt. Aber bitte, wenn ihr euch jetzt angesprochen fühlt, dann denkt mal darüber nach warum. Habt gerne ein schlechtes Gewissen.

Und wer glaubt, er könne mit seinem Einkauf sowieso nichts bewirken, denn es seien allein die Produzenten, die sich ändern müssten, den möchte ich kurz aufklären. Denn das Angebot im Supermarkt und darüber hinaus (Autobranche, Stromanbieter etc.) wird durch die Nachfrage der Konsumenten bestimmt. Anbieter richten ihre Produkte an unseren Bedürfnissen aus, um den Absatz zu maximieren. Wenn wir aber verweigern, weiterhin in Plastik gepackte Gurken zu kaufen, dann werden sie auf kurz oder lang aus den Läden verschwinden. Wir Konsumenten haben nämlich mehr Macht, als wir es uns selbst zutrauen. Um es mit Gretas Worten zu sagen: „You are never too small to make a difference“.

Wir müssen reden!

Wir müssen über Feminismus reden! Dringend. Denn wir haben unendlich viele Gründe dazu. Und genau diejenigen, die spätestens in dieser Sekunde mit den Augen rollen oder keine Lust mehr haben weiterzulesen, sollten jetzt ganz aufmerksam sein. Und wer nicht genau weiß, was denn so alles unter dem Begriff Feminismus verstanden wird, hier eine Definition:

Feminismus ist ein Oberbegriff für gesellschaftliche, politische und akademische Strömungen und soziale Bewegungen, die, basierend auf der kritischen Analyse von Geschlechterordnungen, für Gleichberechtigung, Menschenwürde und Selbstbestimmung von Frauen sowie gegen Sexismus eintreten und diese Ziele durch entsprechende Maßnahmen umzusetzen versuchen. (Quelle: Wikipedia)

Warum das alles?

Wir leben doch in einer modernen Gesellschaft, in der es den Frauen an nichts fehlt? Frauen werden hier gut behandelt und dürfen studieren gehen und wählen dürfen sie sowieso. Feministen wollen stattdessen durchsetzen, dass Frauen überrepräsentiert werden und das ist ungerecht den Männern gegenüber. Außerdem ist der Feminismus eine „männerhassende Bewegung“. Genau so argumentieren Menschen im Internet, die sich klar gegen feministische Ströme aussprechen. Vielleicht mag auf den ersten Blick wahr sein was sie sagen. Aber schauen wir doch einmal genauer hin, ob solche Argumentationen auch auf den zweiten Blick Bestand haben.

Frauen werden gut behandelt

Richtet man den Blick auf andere Kulturen, jenseits der westlichen und modernen Welt, findet man schnell Grausamkeit, wenn man sich mit der Behandlung junger Frauen und Mädchen auseinandersetzt. Ehen im Kindesalter, Beschneidungen und brutale Gruppenvergewaltigungen… Die Liste ist lang. Dennoch dürfen wir nicht anfangen, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Dadurch, dass wir in einer zivilisierten Gesellschaft leben, sind solche Dinge natürlich undenkbar und kommen in unserer Kultur glücklicherweise (so gut wie) nicht vor.

Dennoch werden Frauen täglich in unserer Gesellschaft als Sexobjekt dargestellt und schlechter behandelt als Männer. Frag doch mal deine Freundinnen, ob ihnen schon mal jemand ungefragt an den Hintern gefasst hat? Vielleicht lachst du darüber, aber die Sache ist ernster als du denkst. Ich möchte nicht ständig von fremden Männern angefasst werden. Dennoch passiert das andauernd. Und schau dich doch mal um, wenn du das nächste Mal zum Amt o.Ä. gehst. Hast du da schon jemals einen Flyer gesehen, für Männer die Opfer von häuslicher Gewalt wurden? Ein Männerhaus? Ich persönlich noch nicht. Aber schau doch mal einen Tatort oder einen anderen beliebigen Krimi im TV an und sag mir, wie oft dort eine Frau gespielt wird, die Opfer ihres handgreiflichen Ehemanns wurde? Oft. Und oft werden solche asymmetrischen Beziehungen zwischen Mann und Frau im Fernsehen auch noch romantisiert. Das beginnt teilweise schon bei Kinderfilmen, wie beispielsweise die Schöne und das Biest.

Hier möchte ich gleich sagen, dass Feminismus bedeutet, dass es genauso ein Gesprächsthema sein muss, wenn Männer von ihren Frauen geschlagen werden. Auch Frauen können aggressiv und handgreiflich sein. Das ist keine Verhaltensweise, die nur Männer an den Tag legen! Dennoch passiert häufiger der umgekehrte Fall. Ich bin zwar kein Psychologe, der die Neigung zu aggressivem Verhalten vorhersagen kann, aber ich glaube nicht, dass Männer grundsätzlich gewaltbereiter oder böser sind als Frauen. Frauen sind nur häufiger unterwürfiger und lassen sich das gefallen, meiner Meinung nach. Weil sie leider oft sowohl psychisch als auch finanziell von ihren Männern abhängig sind und sich nicht trauen, eigene Stärke zu zeigen.

Frauen dürfen Karriere machen und wählen gehen

Ja. Das dürfen sie durchaus. Laut Grundgesetz (Art. 3 Abs. II) darf kein Mensch aufgrund seines Geschlechts besser oder schlechter gestellt werden als ein anderer Mensch. Das heißt im Klartext, dass eine Frau beim Bewerbungsprozess die gleiche Chance bekommen muss, wie ein männlicher Kandidat. Und dass Frauen das gleiche Gehalt bekommen müssten, wie ihre männlichen Arbeitskollegen. Dass dies aber nicht der Fall ist, ist ein offenes Geheimnis. 

Ein weiteres offenes Geheimnis ist, dass Frauen seltener in Führungspositionen arbeiten als ihre männlichen Kollegen. Ihr glaubt das nicht? Dann schaut doch mal in euer berufliches Umfeld und denkt über das Verhältnis von Frauen und Männern nach, die eine wichtige Rolle bei Entscheidungsfindungen einnehmen. Ihr glaubt es immer noch nicht? Dann schaut doch mal auf RTL „Undercover Boss“ an und sagt mir, wie oft da eine Frau als Chef teilnimmt? Ich denke ich schätze nicht schlecht, wenn ich behaupte, dass die Quote in diesem Fall gegen null geht.

Frauen sollen durch z.B. die Frauenquote überrepräsentiert werden

Die Angst, Frauen würden nur eingestellt werden, um die Quote zu erfüllen und Männern würde man dann die Chance auf den Job verwehren, setze ich gerne auf die Liste der Ammenmärchen. Denn nur weil Frauen stärker werden, heißt das nicht automatisch, dass Männer schwächer werden. Frauen müssen aber generell mehr gefördert werden als Männer. Aber nicht in dem was sie tun oder nicht tun, sondern sie müssen darin gefördert werden, mehr an sich selbst zu glauben. Jede Frau wird sich an einem gewissen Punkt in ihrem Leben überlegen, ob sie sich lieber für Kind oder Karriere entscheiden will. Aber warum denn eigentlich, in Gottesnamen? Männer müssen sich doch auch nicht entscheiden! Dennoch sind Männer auch Eltern und damit genauso in der Pflicht, die Kinderbetreuung aktiv mitzugestalten und zu organisieren.

Darüber hinaus bekommen wir, und das gilt für Jungen genauso wie für Mädchen, in der Kindheit genau vorgeschrieben, wie wir uns entsprechend unseres Geschlechts zu verhalten haben. Mädchen tragen rosa Kleidchen, gehen zum Tanzen und sehen hübsch aus. Jungen hingegen sind die Entdecker, die schlauen Kerlchen und die Fußballspieler. Deswegen entwickeln wir im Laufe unserer Sozialisation feste Rollenbilder. Und die sind so fest, dass sie zu brechen schon fast lächerlich erscheint. Aber warum eigentlich? Wer hat das festgelegt? Ein Mädchen kann genauso gut Autos mögen und Physik studieren. Genauso wie ein Junge tanzen darf oder später Erzieher wird oder Design studiert. Denn dass Jungen und Mädchen gleich schlau sind, weiß doch hoffentlich jeder. Dennoch kenne ich unendlich viele Namen männlicher Wissenschaftler (sowohl aktuelle als auch historische), kaum aber den Namen einer Wissenschaftlerin. Und um nochmal auf die Kulturen jenseits der westlichen Welt zurückzukommen: wie sollen denn dort Frauen in der Öffentlichkeit ernstgenommen werden, wenn das nicht mal bei uns richtig funktioniert? Wir sollten in dieser Hinsicht ein Vorbild werden.

Feminismus ist eine männerhassende Bewegung

Dieser Abschnitt ist mir besonders wichtig, weil ich klarstellen will, dass unter Gleichheit verstanden wird, dass alle Menschen gleich behandelt werden. Frauen, Männer, diverse Menschen. Alle. Auch du!

Feministinnen und Feministen hassen Männer nicht, im Gegenteil: sie machen sich stark dafür, dass Männer auch sensibel sein dürfen oder Schminke tragen dürfen oder auch nur ein rosa Hemd, ohne ausgelacht und als Tunte oder Schwächling bezeichnet zu werden. Wir wollen, dass die Persönlichkeit eines jeden Menschen im Mittelpunkt steht. Nicht das Geschlecht, das Aussehen und auch nicht die sexuelle Orientierung. Wir wollen, dass alle Menschen lieb zu einander sind. Ergo: Jeder, der für Gleichberechtigung eintritt, ist Feminist oder Feministin. Und, oh Wunder, das kostet uns sogar keinen einzigen Cent. #bittedanke


Du bist kostbar

Du selbst, genauso wie jeder andere im ganzen Universum, verdienst deine Liebe und Zuneigung
(Buddha)

Vergrabe mich unter deiner unendlichen Weisheit und deinen schönen Zähnen, die du so liebevoll und ordentlich putzt als wären Sie ein kostbarer Lackschuh aus einem vornehmen Laden, der nur an Helden verkauft. Zeig mir verstohlene Orte, die außer dir noch kein Lebender gesehen hat. Zu denen du hingehst, wenn du einsam bist und zu viele Filme darüber gesehen hast, was Liebe ist.

Beerdige mich in deinen alten Sachen und deinen neuen Vorhängen, die so weich sind und gründlich als wäre sie kostbare Seide aus einem fernen Land, in dem nur Reiche leben. Zeig mir kleine Wohnzimmer, in denen außer uns noch kein Mensch gelebt hat. In denen wir wohnen, wenn wir einander brauchen und zu oft darüber nachgedacht haben, was Liebe ist.

Ersticke mich mit deinen schmutzigen T-Shirts und deinen blauen Nachthemden, die du immer so sorgsam zusammenfaltest als wären Sie ein kostbares Kostüm aus einer anderen Welt, die nur Romantiker hereinlässt. Zeig mir fremde Träume, die außer dir noch keiner geträumt hat. Zu denen du hingehst, wenn du an mich denkst und wissen willst, was Liebe ist.

Ich bin doch kein Roboter

Wie wird aus mir trotzdem eine schlaue Mathematikerin?

„Mathe ist einfach. Das kann jeder schaffen.“ Das versichert Mathematikprofessor Herold Dehling in einem Interview gegenüber der ZEIT. Ich frage mich, ob das stimmt. Wird Mathe tatsächlich immer schwerer bewertet als es eigentlich ist? Kann das wirklich jeder schaffen? Mir persönlich hat die Mathematik den Schulalltag schwer gemacht. Vielen anderen vermutlich auch.

Aber was ist Mathe überhaupt? „Na Rechnen!“ Wird der Durchschnittsbürger antworten. „Die Lehre der Mengen!“, würde mein Matheprof sagen. „Das Erkennen von Mustern.“, sagt mein Freund. Und damit hat er eigentlich recht.

Nur da beginnt das Problem. Denn wie würde der perfekte Mathematiker aussehen? Naja, wie ein Computer vermutlich. Oder ein Roboter. Denn der erkennt Muster ohne Probleme. Eigentlich ist das quasi seine einzige Aufgabe. Nullen und Einsen, und so weiter.

Doch wie hilft mir das weiter? Denn in der Mathe-Klausur  bin ich trotzdem auf mich gestellt und muss auf meine eigenen Fähigkeiten vertrauen. Doch da fällt mir ein, was ich eigentlich mit dem Computer gemeinsam habe. Auch das menschliche Gehirn mag Muster. Zumindest die Muster, die es schon einmal gesehen hat. Zahlreiche Studien belegen, dass das menschliche Gehirn bei der Wahrnehmung auf Erinnerungen zurückgreift und sie mit neuen Informationen vergleicht. Stellen wir eine Übereinstimmung fest, erkennen wir die neue Information und ordnen sie ein.

Das heißt im Klartext: man muss Mathe einfach üben. Muster immer wieder sehen und durchspielen, um sie leichter zu erkennen. Vermutlich hat er also recht, der Herr Dehling. Mathe kann jeder schaffen. Nur man muss eben bereit sein, einen gewissen Aufwand zu betreiben. Dass mich das nicht freut, ist ja auch klar. Irgendwie hatte ich auf einen kleinen Zaubertrick gehofft, um aus mir ein Mathe-Genie zu machen. Aber was soll’s. Dann werd ich mal loslegen und üben. Meine nächste Mathe-Klausur ist schließlich schon am Dienstag.

Spaghetti und Salat: Schaurige Studentenküche

Eingeweicht ist halb gespült. Das gilt übrigens auch für’s Spaghetti-Sieb.

Kochen. Für viele die absolute Entspannung. Karotten schälen, Schnitzel klopfen oder Teig kneten wirkt für manche Menschen meditativ. Yoga für Hungrige, sozusagen. Für andere wiederum, ist kochen ein wahrer Spaß. Aufregend, abwechslungsreich und super spannend. Echte Koch-Junkies bekommen eine Gänsehaut, wenn das Fleisch in der Pfanne brät und sind unendlich stolz, wenn es am Ende innen leicht rosa und außen schön kross ist.

Dann gibt es da mich. Ich kann: nichts. Ok, Nudeln kochen bekomme ich noch geradeso hin. Warum mich der liebe Gott nicht mit dem nötigen Talent ausgestattet hat, weiß ich auch nicht so genau. Genau genommen hat er mich mit einem derart krassen Untalent bestraft, dass man das fast gar nicht erzählen darf.

Ich erinnere mich an die letzte Mahlzeit, die von mir gekocht wurde. Es gab Spaghetti Bolognese, oder zumindest so etwas Ähnliches. Bis auf die Tatsache, dass ich die halbe Küche abgefackelt habe und am Ende die komplett verbrannten Topflappen wegwerfen musste (was kostet die Welt?), hat die Sauce nach absolut NICHTS geschmeckt. Gut, dass ich Besuch da hatte. Peinlich berührt, habe ich dann versucht die Situation irgendwie zu retten, und hab dafür umso mehr Essig in den Salat geschüttet. Ein Geschmacksausgleich, quasi. Wie das Endergebnis dann geschmeckt hat, könnt ihr euch ja denken.

Immerhin habe ich genug Alternativen, was mein täglich Brot betrifft. Die Uni Kantine, zum Beispiel. Ich steh sowieso total auf lapprige Schnitzel und faden Kartoffelsalat. Perfekt also. Und dann gibt es da noch meinen Freund. Der kann gut kochen, also wirklich jetzt. Ganz ohne Quatsch, seine Lasagne ist ein Traum. Ich hoffe ich kann ihn für immer behalten, denn in den nächsten fünfzig Jahren werde ich sicher kein Kochbuch in die Hand nehmen!

Waldsterben – warum wir nicht schätzen was doch so wichtig für uns ist

Wir sollten uns die Zeit nehmen und öfter in den Wald gehen.

Jeder kennt das Gefühl: gut riechende Luft, knacksende Äste, singende Vögel und friedliche Stimmung. Wir alle lieben den Wald. Er entspannt uns, lässt uns runter kommen und puscht uns auf. Ein Spaziergang durch den Wald stärkt unser Immunsystem und lässt uns mal den Kopf frei bekommen. Weg vom Alltag und weg vom Stress. Zudem weiß jedes Kind, dass Bäume den Sauerstoff produzieren, den wir zum Leben brauchen und dass Wälder (vor allem in urbanen Gegenden) die einzigen natürlichen Okösysteme darstellen, die der Erde noch geblieben sind.

Man kann sich jetzt also die Frage stellen, warum wir so rücksichtslos die Lungen unseres Planeten abholzen und gigantisch große Regenwälder zunichte machen, doch die Antwort ist allen klar. Wir brauchen Rohstoffe. Und damit ist nicht nur das Holz gemeint, das wir für unsere neue schicke Wohnzimmereinrichtung brauchen. Damit sind auch Nahrungsmittel gemeint, deren Anbau mit den steigenden Bevölkerungszahlen immer mehr Platz benötigt. Aber das Problem geht noch viel weiter. Unser Problem ist nicht nur, dass wir die Wälder abholzen. Unser Problem ist, dass wir sie kaum noch betreten.

Wir haben aufgehört, den Wald zu schätzen

Was für unsere Vorfahren Heimat und Lebensraum war, ist für uns nicht mehr von Bedeutung. Schon das Gassi gehen mit dem Hund kostet uns Überwindung und ist vom nationalen Volkssport zum notwendingen Übel geworden. Unseren Sport erledigen wir heutzutage im Fitness-Studio und zahlen dafür auch noch Geld, obwohl der Wald eigentlich vor der Nase ist (ausgenommen von Stadtbewohnern). Im Sommer gehen wir lieber in den Freizeitpark und fahren Wildwasserbahn, anstatt im Wald zu wandern oder dort ein Buch zu lesen. Warum also bleibt der Wald die meiste Zeit leer? Was sind die Gründe für unsere ganz gezielte Waldvermeidung? Unser Alltag, vermutlich. Wir haben keine Zeit mehr für den Wald – er passt nicht in unser hektisches Leben. Wir gehen zur Arbeit, machen Termine aus, treffen Bekannte, gehen zum Sportverein und Abends legen wir uns ins Bett, ohne wirklich ein paar Minuten Zeit für uns gehabt zu haben. Die Deutschen sind busy. Und so war es bei mir auch – bis vor Kurzem jedenfalls. Denn nach dem Ende eines sich lange hinziehenden Lernmarathons, hatte ich plötzlich Zeit. Zeit für mich – und den Wald. Ist der Wald also ein Privileg geworden? Ich hoffe nicht. Denn wir brauchen die Wälder. Für unsere Gesundheit und für unsere Zufriedenheit. Wie wär’s also mit einem kleinen Waldspaziergang? Ich glaube, die zwanzig Minuten darf man sich doch gönnen.