Kategorie: Aus dem Leben (Seite 1 von 2)

Ein Leben in der Vorstadt

Wir alle haben ein Zuhause. Eine Heimat, einen Hafen, eine Herkunft. Was für Spongebob Bikini Bottom oder für Frodo das Auenland abbildet, ist für mich ein spießiger Vorort im Süden Nürnbergs. Spießig deshalb, weil der Besitz eines Reihenmittelhauses oft genauso zum Standard gehört wie die Mitgliedschaft im Sportverein. Hier aufgewachsen, müssten diese Ziele eigentlich auch auf meiner Agenda stehen. Aber statt mich auf dieses Leben einzulassen, träume ich lieber von einer zauberhaften Altbauwohnung in der Stadt. Was aber, wenn ich hier niemals wegkommen werde?

Umziehen auf eigene Gefahr! 

Wer in einem Vorort aufgewachsen ist, der kennt die Regeln: Du bist Mitglied im Verein, wohnst bis zum Ende des Studiums bei deinen Eltern und wenn du auf eigenen Beinen stehen willst, holst du dir eine Wohnung in der Nähe. In die Stadt umziehen hingegen ist nur für ganz Mutige eine Option. Denn wer einmal das Schiff verlässt, der kommt nie mehr zurück. Zumindest stellt man sich das hier vor. Denn hat jemand erstmal die Entscheidung getroffen, in die große Welt zu ziehen und die Heimat zu verlassen, werden tägliche Besuche bei Vorort-Freunden immer seltener.  

In historischen Romanen wird oft von Helden berichtet, die es in die Ferne zieht. Sie reisen nach Spanien, Indien oder sogar bis zur Antarktis. Für jene die in einem Vorort – oder gar auf dem Land – aufgewachsen sind, reicht also schon die Großstadt, um sich wie ein Abenteurer zu fühlen. Was tun, wenn man nicht den Mut hat, ein Abenteurer zu sein?

J wie Jogginghose

Man kennt sich im Vorort. Jedes Geheimnis das du erzählst, ist eine Woche später kein Geheimnis mehr, sondern gehört genauso zum wöchentlichen Tratsch wie das neue Auto des Nachbarn. Die Vorstellung, bei jedem Gang vor die Tür einen kurzen Plausch zu halten, ist eigentlich ganz nett. Es gibt dennoch gewisse Situationen, in welchen man eben nicht gesehen werden will. Wenn ich also morgens ungewaschen und in Jogginghose in den Supermarkt renne, will ich nicht, dass mich jemand kennt oder am besten noch meine Produktwahl kommentiert. Wie angenehm ist nur der Gedanke, in einer Welt zu leben, in der man anonym bleiben kann. Das würde mein Leben an manchen Tagen wirklich sehr erleichtern.

Ständig von den selben Leuten umgeben zu sein, macht es außerdem schwer, neue Freunde zu finden. Immer in den gleichen Kreisen unterwegs zu sein ist schön, weil es Halt gibt, aber man verpasst auch viele Chancen. Neue Bekanntschaften zu schließen erweitert unseren Horizont und ist die Grundlage für Neugierde und neue Erfahrungen.

Forever and never

Für immer gefangen im System: So oder zumindest so ähnlich könnte man den Zustand beschreiben, den Vororte in Deutschland aufweisen. In jeder zweiten deutschen Fernsehserie geht es um eine Gruppe Jugendlicher, die krampfhaft versucht, dem tristen Vorstadt-Alltag zu entkommen. Meistens gelingt das nicht. Und wenn doch, dann zieht es sie nach einigen Tagen, Monaten oder Jahren wieder zurück in die Heimat.

Denn es ist der Charme vieler Vororte, dem man mit der Zeit unterliegt. Es sind Eigenschaften wie Gemütlichkeit, Gemeinschaft und Geselligkeit, von denen ein jeder Vorort lebt. Sich von ihm abzuwenden wäre also nicht nur mutig, sondern in gewisser Weise auch ein Bruch mit diesen Eigenschaften. Wir sind hier aufgewachsen und wir definieren diesen Ort. Dieser muss aber nicht statisch sein – neue Menschen können das Leben mitgestalten und formen. Wir freuen uns über jeden, der sich unserer Gemeinschaft anschließen möchte. Und genau deswegen bin ich ehrlich gesagt froh, dass die Altbauwohnung nur ein Träumchen ist. Denn ich bin hier daheim. In der Vorstadt.

In Teufels Namen!

Er ist das Böse in Person: Der Teufel. Als Gottes Gegenspieler hat er im Christentum eine besondere Rolle inne, denn wer zu Lebzeiten ein schlechter Mensch war, muss nach dem Tod bei ihm ausharren. Schon Goethes Faust verkaufte seine Seele an den Höllenboten und auch heute noch prägt der gefallene Engel, bekannt auch als Luzifer, unseren Sprachgebrauch. Wir kommen in Teufels Küche, sind nach einem Streit fuchsteufelswild und wir wissen, dass der Teufel manchmal im Detail steckt. Aber wer ist er heute für uns, dieser Teufel?

Der Teufel feiert sein Comeback

Ich kenne niemanden, der nach nach so langer Zeit ein vergleichbar beeindruckendes Comeback feiert, wie der Satan höchstpersönlich. Bei der Netflix-Serie „Chilling Adventures of Sabrina“ wird der Teufel – hier genannt „der dunkle Lord“ angebetet und von seiner Anhängerschaft regelrecht angeschmachtet. Aber auch bei Amazon hat der Teufel seinen eigenen Auftritt und wandelt, weil es ihm in der Hölle dann doch zu langweilig war, auf der Erde herum. Dort verdreht er unzähligen Frauen den Kopf. Aber Egal ob bei Amazon oder Netflix: Luzifer ist wieder im Trend. Nur erscheint er uns Zuschauern mittlerweile nicht mehr furchteinflößend, sondern harmlos und sympathisch – ja fast sogar menschlich.

Während gottesfürchtige Menschen Jahrtausende lang vor ihm Angst hatten, wird der Teufel heutzutage gefeiert wie ein Popstar. Gut sieht er aus, der Lucifer von Amazon, und Muskeln hat er auch noch. Da kann so manche Zuschauerin – oder eben auch so mancher Zuschauer – mal schnell schwach werden. In die Hölle zu kommen wäre also irgendwie ein Segen. Aber natürlich nur theoretisch. Den Teufel gibt es ja eigentlich gar nicht.

Machen wir uns über Religionen lustig?

Dass der Teufel das aktuelle Sexsymbol Nummer eins ist, sagt mit Sicherheit eine Menge über uns aus. Religionen sind uns fremd geworden, sie existieren meist nur noch auf dem Papier oder in der Erinnerung an unsere Konfirmation von vor über zehn Jahren. In die Kirche gehen wir nicht – außer jemand heiratet oder wird getauft – und auch so möchten wir uns nicht wirklich mit Religionen oder biblischen Botschaften beschäftigen. Warum auch? Wir wissen es heute doch sowieso besser!

Aber wie sortieren wir das ein? Machen wir uns über den Teufel lustig? Oder gar über Religionen? Oder ist doch noch ein wenig Respekt übrig geblieben? Ich kann die Frage nicht beantworten. (Das habt ihr hoffentlich auch nicht erwartet, oder?) Was ich allerdings vermute, ist, dass wir mit der Kirche doch nicht so abgeschlossen haben, wie wir es vielleicht gerne hätten. Nach wie vor sind religiöse – in diesem Fall – christliche Symbole und Figuren in unserem modernen Alltag allgegenwärtig. Sie bestimmen vielleicht nicht unser Leben, aber sie gestalten es entscheidend mit. Die zehn Gebote beispielsweise haben sich in unsere Köpfe genauso gebrannt wie das Bewusstsein dafür, unseren Nächsten genauso zu lieben wie uns selbst. Das mag im echten Leben zwar nicht immer funktionieren, aber der Wille zählt.

In Wahrheit nur ein Schrei nach Sicherheit?

Vielleicht ist der aktuelle „Teufelskult“ auch nur ein Schrei nach Sicherheit. Wir brauchen Sinngebung und Autoritäten in einer Welt, die zu schnell an uns vorüberzieht und alle Möglichkeiten offen lässt. Manche suchen diese Elemente im Kirchenbesuch, andere im Netflix-Programm. Wer sich bewusst mit den Themenstellungen verschiedener Fernsehinhalte auseinandersetzt, merkt schnell, dass Glaube und Übersinnliches immer noch ganz oben auf der Liste stehen. Ergo: Wir wollen das sehen. Wir wollen uns mit diesen scheinbar altmodischen Themenstellungen auseinandersetzen.

Ich möchte jetzt allerdings auch nicht den Teufel an die Wand malen. Es ist gut, dass wir in einer Welt leben, in der jeder Mensch die Wahl hat, ob und wie er seinen Glauben ausleben will. Gottseidank!

Hier die beiden benannten Serien

Sabrina die Hexe gehört der „Kirche der Nacht“ an, die den Teufel verehrt und seinen Willen befolgt. Bei ihrer Satanischen Taufe muss sie sich verpflichten, dem Dunklen Lord auf ewig zu dienen.
Lucifer herrscht über die Hölle. Seine Macht ist unbegrenzt, dennoch langweilt er sich so sehr, dass er beschließt, seinen Höllenort zu verlassen und sich unter die Menschheit zu mischen. 

Oh Mann!

„Du schreibst so viel über tolle Frauen. Warum machst du nicht mal einen Blogbeitrag über uns?“ Diese Frage hat mir ein Mann letztens gestellt und sie todernst gemeint. Recht hat er auf jeden Fall, denn auf meinem Blog sollte definitiv mehr über Männer geschrieben werden. Großartige Männer. Männer, die unseren Respekt verdienen. Et voila….

Jan Böhmermann

Jan Böhmermann nimmt kein Blatt vor den Mund. Und deswegen mag ich ihn. Er steht gern im Mittelpunkt, aber seine Absichten sind nicht egoistisch. Er vereint Witz und Ernsthaftigkeit mit so einer Leichtigkeit, dass man meinen könnte, er hätte die Satire erfunden. Er ist also für mich mehr als ein komischer Kerl aus dem TV. Er ist der Botschafter der jungen Generation.

Barack Obama

Obama wird weltweit gefeiert wie ein Superstar. Und das obwohl er ein (ehemaliger) Politiker ist. Er hat uns gezeigt, dass man mit Toleranz, Nächstenliebe und Diplomatie Länder zusammenhalten kann. Dass man mit all diesen Eigenschaften Hoffnung unter die Menschen bringt. Er hat uns gezeigt, dass wir Randgruppen aktiv in unseren Alltag integrieren müssen. Dass wir sie hören müssen – und sehen. Seine Familie war aber trotz der stressigen Zeit als Präsident der USA immer an erster Stelle gestanden. Obama ist also nicht nur ein toller Dad, sondern auch ein super Vorbild.

Frank Thelen

Viele kennen Frank aus dem Fernsehen. Die Höhle der Löwen ist eins der erfolgreichsten Formate mit Franks Beteiligung. Der Unternehmer hat sich in seinem vergleichsweise jungen Alter ein großes Business-Netzwerk aufgebaut und liefert durch seine vielen Projekte (besonders Start-Ups) einen wichtigen Beitrag für die deutsche Wirtschaft. Denn besonders soziale, faire oder gesundheitsfördernde Geschäftsideen bringt der 43-Jährige weiter voran. Sein scharfer Sinn für gesellschaftliche Entwicklungen und vorne dran die Digitalisierung machen ihm zum Elon Musk Deutschlands.

Leonardo DiCaprio

Leonardo DiCaprio steht nicht auf dieser Liste, weil er so ein Frauenschwarm ist (Ok, vielleicht ein bisschen). Er steht hier, weil er aktiv und mit viel Herzblut gegen den Klimawandel kämpft. Er unterstützt sämtliche Projekte und Unternehmungen, um nachfolgenden Generationen eine bessere und sauberere Welt zu hinterlassen. Er ruht sich also nicht auf seinem Erfolg aus, sondern motiviert andere Menschen, mehr auf die Umwelt Acht zu geben. Ein echter Superman.

Freddie Mercury

Wer nicht viel auf die Meinung anderer gibt und sein eigenes Ding durchzieht, gelangt an inneren Frieden mit sich selbst. Naja, zumindest glauben das die meisten. Freddie Mercury, der verstorbene Sänger der Band Queen, hat jedoch Zeit seines Lebens mit sich selbst gehadert. Auf der Suche nach der Liebe und dem Sinn des Lebens, hat er aber immer das getan, wonach ihm der Sinn stand und was ihm sein Herz vorgab. Sein musikalisches Superhirn hat darüber hinaus Songs auf den Weg gebracht, die die Jahrzehnte überdauert haben und es weiterhin tun werden. Genie und Vorbild vereint in einer Person.

Alle Männer

Wir Frauen bewundern euch. Ihr seid furchtlos, tapfer aber trotzdem liebenswert. Ihr entsorgt die Spinnen, vor denen wir Angst haben und ihr seid immer da, wenn wir eine starke Schulter brauchen. Ihr richtet uns unsere Smartphones ein, ihr repariert unsere Computer. Ihr fahrt so gut Auto, als hättet ihr nie etwas anderes getan. Für euer räumliches Verständnis und die Mordsgeduld bewundern wir euch. Ihr seid unser Ruhepol, wenn wir zu viel reden. Ihr seid unser Sprachrohr, wenn wir nicht wissen, was wir sagen sollen. Ihr seid toll. Ihr seid Männer.

Du starkes Stück!

Wir reden viel über Hate im Internet. Über Ungerechtigkeit und Missverständnisse. Heute lasse ich die schlechten Vibes mal beiseite und konzentriere mich auf das, was ich wirklich stark finde: Frauen. Berühmte Frauen im Fernsehen, die diesem Hass entgegentreten und normale Frauen im Alltag, die mich schwer beeindrucken. Lasst uns also einen Moment Zeit nehmen, und alle Frauen feiern, die jeden Tag aufs neue ihren Mann stehen.

Palina Rojinski 

Die russisch-deutsche Moderatorin hat es nicht leicht: Oft wird sie – vor allem im Internet – von Fremden angeschmachtet und einzig und allein auf ihr Aussehen reduziert. Auf ihre Brüste, um genau zu sein. Palina hat sich das nicht gefallen lassen und deshalb widerlichen Internet-Trollen einen Streich gespielt: Auf Instagram veröffentlichte die 34-Jährige das Foto eines Männer-Hinterns, der so gut in Szene gesetzt war, dass User ihn für Palinas Oberweite hielten. Den Fake klärte Palina kurze Zeit später auf, mit der Aussage, sie wolle nicht mehr länger nur auf Ihre Oberweite reduziert werden und bekämpfe deshalb „das Perverse mit dem Perversen“. Capeau, Palina!

Meghan, Duchess of Sussex

Auch Meghan hat es nicht leicht. Zwar hat sich die ehemalige Schauspielerin einen der begehrtesten Männer der Welt geangelt und lebt in einem Traumschloss, aber dieses neue Leben wird ihr nicht so recht gegönnt. Meghan sei hinterlistig, Meghan wolle nur im Mittelpunkt stehen, Meghan verderbe Harry. Immer wieder wird sie darüber hinaus mit Kate verglichen: Sei sie doch nicht so anmutig und damenhaft wie ihre Schwägerin. Aber sind wir doch mal ehrlich: Als geschiedene Frau und Tochter einer Afroamerikanerin waren diese Anschuldigungen eigentlich schon vorprogrammiert. Ich finde es stark, dass Meghan weiterhin mit einem wahnsinnigen Selbstbewusstsein zu sich und zu ihrer Liebe mit Harry steht. Eine Prinzessin, die nicht gerettet werden muss.

Bibi

Bianca Heinicke, bekannt als Bibi von „BibisBeautyPalace“, wurde durch ihren Youtube-Kanal quasi über Nacht berühmt. Zunächst veröffentlichte sie Videos zu den Themen Kosmetik, Lifestyle und Mode, später kamen Comedy-Einheiten dazu. Jetzt konzentriert sich Bibi aber auf ihr Familienleben und arbeitet hauptsächlich als Influencerin auf Instagram. Und auch hier – wie sollte es auch anders sein – beginnt der Hate vieler User im Internet. Bibi sei naiv, dumm und vor allem zu jung um schon Mutter zu sein. Woher diese Hasstiraden immer rühren – ich kann es mir nur vage denken. Vielleicht ist es Neid, vielleicht aber auch einfach Frustration. Bianca hat sich mit ihren 26 Jahren wirklich einen Namen gemacht und ist mit dem was sie tut super erfolgreich. Eine junge Unternehmerin, die Baby und Business unter einen Hut bekommt. Meine Bewunderung hat sie!

Greta Thunberg

Greta habe ich bereits einen ganzen Artikel gewidmet, deswegen soll dieser Absatz aber nicht kürzer ausfallen als die anderen. Greta, die erst 16 Jahre alt ist aber bereits eine ganze politische Bewegung ins Leben gerufen hat, ist für mich eine Inspiration. Wir können von ihr wahnsinnig viel lernen. Sie ist geduldig, klug und engagiert. Das sollen die Erwachsenen ihr erst einmal nachmachen. Greta Thunberg ist mittlerweile sogar für den Friedensnobelpreis nominiert. Ich finde es steht außer Frage, dass sie diese Auszeichnung auch verdient hat. Ich bin gespannt, wohin die Reise gehen wird. Aber weit mit Sicherheit: Denn wer tausende junge Menschen mobilisieren kann, der kann noch viel mehr. Fazit: Make The World Greta Again!

Demi Lovato

In der Reihe der inspirierenden Frauen darf eine nicht fehlen: Demi Lovato. Die Amerikanerin trifft zwar nicht ganz meinen Musikgeschmack, aber sie schafft es trotzdem auf die Hit-List der starken Frauen. Die junge Sängerin und Schauspielerin steht offen zu ihrer Mobbing-Vergangenheit und ihren psychischen Problemen. Sie ermutigt andere Prominente, ebenso über ihre schicksalhaften Erlebnisse zu sprechen. Gerade die Hollywood-Welt scheint nach außen unverwundbar und perfekt zu sein. Ich denke, dass es daher besonders schwer ist, in so einer Welt offen seine Schwächen zu zeigen und trotzdem jeden Tag im Rampenlicht zu stehen. Keep on rockin‘, Demi!

Du

Du machst die Wäsche, du gehst einkaufen, du putzt die Wohnung. Du gehst arbeiten, du verdienst Geld, du machst Geschäfte. Du gehst ins Fitnessstudio oder Laufen. Du hilfst alten Menschen und kümmerst dich um die Kinder. Du behauptest dich täglich aufs neue gegenüber der Welt. Du schlichtest Streit, du sorgst für Harmonie. Du planst alles durch von A bis Z oder lässt dich gerne auch mal treiben. Deinen Kalender hast du immer mit dabei, damit du auch nichts vergisst. Du hinterfragst Dinge, du siehst den wahren Charakter der Menschen. Du kaufst dir oft neue Schuhe oder neue Klamotten, aber hast deine Finanzen top im Griff. Du hast morgens Probleme aufzustehen, oder abends Probleme einzuschlafen. Du lächelst, wenn man dich dazu auffordert, aber du liebst es, böse zu gucken. Leute denken du wärst krank, wenn du mal ungeschminkt aus dem Haus gehst. Du bist aber trotzdem immer super gestylt, weil es dir Spaß macht und du dich gerne ausprobierst. Du bist eine Frau. Du bist ein echt starkes Stück!

#girlssupportgirls

Der Brief einer Schwester

Vor wenigen Jahren baten wir Großtante Elfriede darum, ein paar Geschichten über unseren Großvater aufzuschreiben. Wir wollten aus den gesammelten Anekdoten einen Liedtext dichten und diesen dann bei seiner runden Geburtstagsfeier zum besten geben.

Großtante Elfriede reagierte auf unsere Anfrage und setzte einen Brief auf, der so manches Abenteuer beinhaltete. Der zweiseitige Text umfasste von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter viele Etappen, die Opas Leben auf einem Stück Papier beschrieben. Und weil Papier verbrennen, zerreißen oder vergilben kann, möchte ich einige Auszüge hier festhalten:

„Wilhelm ist damals im Alter von drei Jahren alleine mit dem Zug nach Berlin gefahren. Die Mutter war mit ihm zu Bekannten gegangen und er hatte im Garten warten müssen. Wahrscheinlich langweilte er sich und so ging er alleine in Richtung Bahnhof. Da er noch so klein war, folgte er einfach den Erwachsenen durch die Sperre ins Abteil.“

„Jeden Tag spielte Wilhelm mit anderen Kindern Beruf. Mal war er Dachdecker, mal Schornsteinfeger und mal kletterte er deshalb sogar auf das Dach hinauf. Die Nachbarn bekamen jedes Mal einen Schrecken.“

„Nach dem Krieg sangen Wilhelm und ich zusammen in einem Chor. Dort lernten wir viele neue Menschen kennen und verbrachten lustige Abende gemeinsam. Wilhelm hätte auch heute noch das Talent dazu, allerdings weigert er sich, noch einmal vor Publikum aufzutreten.“

„Nachdem Wilhelm eine Anstellung in einer Schreinerei fand, traf er seine große Liebe und wurde in der Nähe von Erlangen sesshaft. Unsere Familie hatte schon damals gute Beziehungen zum Bürgermeister, weshalb sich Wilhelm später auch in der Politik engagierte. Ich höre ihm immer gerne zu, wenn er von damals erzählt.“

„Einen Bruder zu haben ist das schönste auf der Welt. Denn man hat immer einen Verbündeten, mit dem man alles gemeinsam machen kann. Gemeinsam die Hausaufgaben verweigern, gemeinsam im Verein tätig sein und gemeinsam Geburtstag feiern.“

Die Erzählung beruht auf wahren Begebenheiten, wurde aber für den Blogbeitrag inhaltlich leicht abgeändert.

Super schönes Serienwetter!

Na? Immer noch kalt draußen? Immer noch Prüfungszeit? Für alle, die lieber eingekuschelt auf dem Sofa sitzen anstatt zu lernen oder außen durch den Matsch zu laufen, habe ich ein paar tolle Serienempfehlungen vorbereitet. Damit aber auch wirklich keiner zu kurz kommt, stelle ich euch Serien verschiedener Plattformen vor.

Netflix: Der Mord an Gianni Versace

Fangen wir mal gleich mit Netflix an, denn ich denke, dass die meisten von euch hier ihre Serien suchten. Pardon, anschauen. Seit wenigen Tagen ist auf Netflix die zweite Staffel von American Crime Story online. Aber keine Panik, die einzelnen Staffeln der Serie haben eine in sich abgeschlossene Handlung, weshalb ihr die erste also nicht kennen müsst. In der aktuellen Staffel wird der Mord am Star-Designer Gianni Versace nachgestellt. Dieser wurde in den 1990er Jahren vor seiner protzigen Villa in Miami Beach urplötzlich von einem Unbekannten erschossen. Die Hauptrolle hat Versace in der Serie allerdings nicht inne. Dafür aber sein Mörder, ein gewisser Andrew Cunanan, der sich in der Schwulenszene des modernen Amerika einen Namen gemacht hat und neben Versace noch andere Männer auf dem Gewissen hat. Andrews Welt wird dominiert von teuren Klamotten, schicken Autos und eiskaltem Hass. Eine glamouröse Mordserie.

Sky: Sharp Objects

Mit einer Mordserie machen wir gleich weiter, diese ist aber alles andere als elegant. In der Serie Sharp Objects verschwinden im verschlafenen Wind Gap (Missouri) nacheinander zwei junge Mädchen. Die forsche Journalistin Camille, die in Wind Gap ihre Kindheit verbracht hat, wird von ihrem Chef dorthin geschickt, um über die mysteriösen Umstände zu berichten. Camille ist allerdings nicht besonders begeistert, da sie keine wirklich schönen Erinnerungen an ihre Kindheit hat. Dennoch macht sie sich auf den Weg in ihre Heimatstadt. Dort trifft sie auf ihre Mutter. Diese ist eine melancholische Frau im mittleren Alter, die außer ihrem altehrwürdigen Haus und ihrer jüngsten Tochter Amma keinen Sinn im Leben zu haben scheint. Im Laufe der Recherchen kommen immer mehr Grausamkeiten ans Licht. Eine Thriller-Serie, die sowohl Mitleid als auch Entsetzen auslöst.

Amazon Prime: Goliath

Meine letzte Empfehlung ist keine wirkliche Neuerscheinung. Goliath gibt es schon seit 2016 und mittlerweile sind bereits zwei Staffeln erschienen. Dennoch möchte ich euch die Serie vorstellen. Billy McBride ist ein alter und versoffener Kerl, der die beste Zeit seines Lebens bereits hinter sich hat. In seiner Vergangenheit war er ein angesehener Anwalt, jetzt allerdings haust er in einem schäbigen Motel an der Küste Kaliforniens und vertreibt sich die Zeit in einer Kneipe. Zu seiner Überraschung wird er von der gutaussehenden Strafanwältin „Patty“ darum gebeten, ihm bei einer Zivilklage gegen seine frühere Kanzlei zu unterstützen, die eine große Rüstungsfirma vertritt und einen Mord vertuschen will. Billy hat zwar zunächst keine Lust, lässt sich aber auf einen Deal mit Patty ein, da er eigentlich nichts zu verlieren hat. Die Serie hat ihren Namen sicherlich von dem biblischen Showdown zwischen David und Goliath. Ein Alkoholiker und eine Blondine: Haben die beiden überhaupt eine Chance vor Gericht? Eine etwas außergewöhnlichere Anwaltserie.

Also los geht’s! Schnappt euch eine heiße Tasse Kakao, eure Lieblings-Decke und dann ab auf’s Sofa. Und wenn ihr jetzt maßlos enttäuscht seid, weil ihr schon alle Serien gesehen habt, dann solltet ihr vielleicht doch mal an die frische Luft. Mich eingeschlossen.

Gute Vorsätze für’s neue Jahr: 3 Gründe, warum wir sie gleich über Bord werfen sollten

Das neue Jahr kommt. Und es kommt meistens plötzlich. Damit auch eine Liste mit Vorsätzen, die wir in den kommenden zwölf Monaten umsetzen wollen. Bei manchen ist die Liste lang, bei wiederum anderen enthält sie nur einen Punkt. Endlich mit dem Rauchen aufzuhören landet sicher auch dieses Mal unter den Top 10 der guten Vorsätze. Warum wir aber ohne Vorsätze langfristig glücklicher werden, lest ihr hier.

EINS – Wir halten sie eh nicht ein

Na? Hast du 2018 endlich mit dem Rauchen aufgehört, dich im Fitness-Studio angemeldet oder früher angefangen für die Prüfungen zu lernen? Wer solche Fragen mit einem klaren Nein beantworten kann, weiß in seinem Inneren, dass sich auch Vorsätze für 2019 irgendwann in Schall und Rauch auflösen werden. Dann ist es plötzlich Juni und man hat ein schlechtes Gewissen. Außerdem fühlt man sich unter Druck gesetzt. Das hilft einem dann meistens auch nicht entscheidend weiter und man beschließt, es mit den Vorsätzen für den Rest des Jahres wohl lieber sein zu lassen.

ZWEI – Vorsätze sind meist nur wage formuliert

„Ich möchte mich gesünder ernähren“ oder „Ich möchte häufiger meine Eltern besuchen“ sind Formulierungen, die eigentlich alles sagen aber gleichzeitig auch nichts. Begriffe wie wenigerhäufiger oder gesünder sind meistens reine Auslegungssache. Nimmt man sich also vor für Klausuren häufiger zu lernen, und tut dies vielleicht einmal öfter als im Jahr davor, hat man vielleicht seinen Vorsatz eingehalten, aber wirklich geändert hat man sich nicht. Und dann hat man ebenfalls wieder ein schlechtes Gewissen.

DREI – Wir sind nicht perfekt

Man kann leider kein perfekter Mensch werden. Aber ein glücklicher Mensch werden liegt sehr wohl im Bereich des Machbaren. Selbst wenn wir es schaffen, frei von Lastern zu sein und uns in unserem Körper immer wohl fühlen, sind wir nicht automatisch glücklich. Das heißt, dass wir uns nicht permanent verbessern müssen und uns dabei einem strengen Plan unterziehen sollten. Wir dürfen auch mal auf der Couch bleiben oder ein Bier trinken, wenn uns gerade danach ist, ohne dieses lästige schlechte Gewissen haben zu müssen. Am Ende des Jahres zählt nämlich nicht, wie gut du deine Vorsätze umgesetzt hast, sondern ob 2019 ein schönes Jahr für dich gewesen ist.

Und jetzt?

Diese Aufzählung ist keine Aufforderung, nicht mehr an sich zu arbeiten. Wenn es etwas gibt, das dich an dir stört oder ernsthaft gesundheitsschädlich ist, dann ändere es! Aber nehme nicht das neue Jahr als Vorwand, sondern arbeite das ganze Jahr über an deinen Zielen. Am besten setzt du sie step-by-step um. Wie wäre es, wenn du deinen Zigarettenkonsum monatlich verringerst, anstatt sofort radikal damit aufzuhören? Oder wenn du an einem Tag in der Woche naschen darfst, ohne ganz darauf zu verzichten? Und selbst wenn das mit dem Naschen schon nach ein paar Wochen wieder vergessen ist: sei’s drum. Am Ende landen wir immer wieder in unserer Komfortzone, denn so sind wir Menschen.

In diesem Sinne wünsche ich euch schon jetzt (ein wenig verfrüht) einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich hoffe, dass 2019 das Jahr eures Lebens wird. Ganz ohne schlechtem Gewissen.

Star Wars und ich: Eine Liebe auf den zweiten Blick

Es war wirklich keine Liebe auf den ersten Blick. Ich kann mich noch ganz genau an den Moment erinnern, als mir meine Freunde auf irgendeinem Parkplatz vorgeschlagen haben, gemeinsam Star Wars anzuschauen.

Star Wars? Auf keinen Fall! Für mich war klar, dass ich so einen überdimensionalen Schmarrn niemals anschauen würde. „Das ist wie Harry Potter“ – so haben meine Freunde dann versucht mich zu überzeugen und schnurstracks ein paar Termine ausgemacht, um alle Episoden anzugucken.

Wie Harry Potter? Seid ihr eigentlich bescheuert?! Es kann gar nichts geben, das mit Harry Potter vergleichbar ist! Aber gut, ich hab dann beschlossen mich selbst davon zu überzeugen.

Und dann kam der Abend, an dem wir mit haufenweise ungesundem Zeug vorm Fernseher saßen. Dann ging’s los. Episode I. Alles klar. Komische Dinger die mit Laserwaffen kämpfen. Ok? Abwarten. Mit der Zeit habe ich dann aber festgestellt, dass ich diese komischen Dinger eigentlich ganz cool finde. Also habe ich weitergeschaut. Und dann, ein paar Stündchen später, waren wir fertig mit Episode III.

UND ICH WAR DER GRÖßTE FAN DER WELT!

Ich muss zugeben, das kratzt ganz schön an meinem Ego. Mir einzugestehen, dass ich falsch lag. Dass Star Wars cool ist. Dass ich mich verliebt habe.

Unsere Liebe auf den zweiten Blick ging dann mit den drei Klassikern direkt weiter. Und ich wurde Zeuge von wohl weltberühmten Szenen und konnte lauthals „Luke ich bin dein Vater“ grölen. Ein gutes Gefühl.

Jetzt, seit Episode VII und VIII, weiß ich sicher, dass ich Star Wars heiraten will. Die Szene wo Kylo Ren und Rey im Wald kämpfen ist einfach nur episch. Oh und wir dürfen Rogue One nicht vergessen! Der war auch nicht schlecht.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie das die originalen Star Wars Omis und Opis beurteilen, die aus ihrer Jugend noch ersten drei Teile kennen. Keine Ahnung ob die den neumodischen Kram gut finden. Ich jedenfalls schon.

Wenn in euch ein kleiner oder großer Fan steckt, dann lasst es mich wissen und schreibt es in die Kommentare. Seit ihr auch schon so gespannt wie ich? Im Dezember soll die neunte und letzte Episode der Filmreihe in den Kinos anlaufen.

P.S. Ja, es ist wie Harry Potter.

Ich bin doch kein Roboter

Wie wird aus mir trotzdem eine schlaue Mathematikerin?

„Mathe ist einfach. Das kann jeder schaffen.“ Das versichert Mathematikprofessor Herold Dehling in einem Interview gegenüber der ZEIT. Ich frage mich, ob das stimmt. Wird Mathe tatsächlich immer schwerer bewertet als es eigentlich ist? Kann das wirklich jeder schaffen? Mir persönlich hat die Mathematik den Schulalltag schwer gemacht. Vielen anderen vermutlich auch.

Aber was ist Mathe überhaupt? „Na Rechnen!“ Wird der Durchschnittsbürger antworten. „Die Lehre der Mengen!“, würde mein Matheprof sagen. „Das Erkennen von Mustern.“, sagt mein Freund. Und damit hat er eigentlich recht.

Nur da beginnt das Problem. Denn wie würde der perfekte Mathematiker aussehen? Naja, wie ein Computer vermutlich. Oder ein Roboter. Denn der erkennt Muster ohne Probleme. Eigentlich ist das quasi seine einzige Aufgabe. Nullen und Einsen, und so weiter.

Doch wie hilft mir das weiter? Denn in der Mathe-Klausur  bin ich trotzdem auf mich gestellt und muss auf meine eigenen Fähigkeiten vertrauen. Doch da fällt mir ein, was ich eigentlich mit dem Computer gemeinsam habe. Auch das menschliche Gehirn mag Muster. Zumindest die Muster, die es schon einmal gesehen hat. Zahlreiche Studien belegen, dass das menschliche Gehirn bei der Wahrnehmung auf Erinnerungen zurückgreift und sie mit neuen Informationen vergleicht. Stellen wir eine Übereinstimmung fest, erkennen wir die neue Information und ordnen sie ein.

Das heißt im Klartext: man muss Mathe einfach üben. Muster immer wieder sehen und durchspielen, um sie leichter zu erkennen. Vermutlich hat er also recht, der Herr Dehling. Mathe kann jeder schaffen. Nur man muss eben bereit sein, einen gewissen Aufwand zu betreiben. Dass mich das nicht freut, ist ja auch klar. Irgendwie hatte ich auf einen kleinen Zaubertrick gehofft, um aus mir ein Mathe-Genie zu machen. Aber was soll’s. Dann werd ich mal loslegen und üben. Meine nächste Mathe-Klausur ist schließlich schon am Dienstag.

Hurra wir sind Eltern!

Plötzlich Mama, plötzlich Papa.

Wir haben uns entschieden. Wir wollen unsere traute Zweisamkeit beenden und unsere Familie vergrößern. Ja ich weiß, wir sind noch im Studium, aber die Dinge sind eben wie sie sind. Gründlich überlegt haben wir uns die ganze Sache natürlich. Nur dass es am Ende dann doch zwei werden, das war schon eine kleine Überraschung. 

Mia und Fee heißen die beiden Kitten, die wir uns dann doch recht spontan nach Hause geholt haben. So. Plötzlich zu viert. Damit mussten wir uns erstmal zurecht finden. An dieser Stelle möchte ich einen Freund zitieren, der gesagt hat, dass wir uns jetzt dem Katzentest unterziehen. Katzentest? So genau weiß ich auch nicht was das ist, aber sich eine Katze zuzulegen soll wohl für junge Pärchen eine Art Test sein, ob sie denn als Eltern geeignet wären. Also für echte Kinder, meine ich.

So ein Quatsch, habe ich mir am Anfang noch gedacht, Tiere sind kein Vergleich zu einem Kind. Aber wie es halt so ist im Leben, täuscht man sich manchmal. Das haben wir spätestens dann gemerkt, als eine unserer „Mäuschen“ (wie ich sie liebevoll nenne) Durchfall bekommen hat. Also Fee eingepackt, ab zum Arzt. Der hat dann gleich mal Schonkost angeordnet, was für uns bedeutet hat: Kochen. Für die Katze. Jeden Tag. Hähnchen und Reis. Also gut, wir so locker wie wir sind uns jeden Tag früh um Sieben in die Küche gestellt und für die Fee gekocht. Hat geklappt – Durchfall weg. „Alles ausgestanden“ sagt sich so schön, aber verschreit sich auch leicht. Eine Woche später: Mia hat Durchfall…

Aber es gibt natürlich noch viel mehr aufzuzählen: Katzenklo sauber machen (Windeln wechseln stinkt bestimmt genauso), kuscheln und pflegen, spielen und beschäftigen. Und den kleinen Zähnchen beim Wachsen zusehen. Also kurzum: Ja, wir sind tatsächlich Eltern geworden. Hurra. Bitte erstmal kein Kind.